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Offene Kundenrechnungen ankaufen, sofort auszahlen und danach das Ausfallrisiko tragen: Das ist das Kerngeschäft der A.B.S. Factoring AG. Die auf Factoring spezialisierte Bank sitzt im Wissenspark Salzburg Urstein in Puch bei Hallein und unterhält eine Repräsentanz in der Wiener Innenstadt. Kunden sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die Liquidität brauchen, bevor ihre Rechnungen fällig werden. Ihre Geschichte führt das Haus auf das Jahr 1979 zurück.
Begonnen hat es als Gemeinschaftsgründung des Bankhauses Berger & Comp. mit der US-amerikanischen Walter E. Heller Overseas Corporation. Es folgten zwei Jahrzehnte unter dem Dach der Österreichischen Volksbanken AG, bis das Unternehmen 2016 vollständig an die A.B.S. Global Factoring AG mit Sitz in Wiesbaden überging. Der Firmenname wechselte dabei mehrmals. Das Geschäft blieb dasselbe. Wer hier einsteigt, kommt also in ein Haus, das seit über vier Jahrzehnten dieselbe Sache macht und mehrere Eigentümerwechsel überstanden hat.
A.B.S. Factoring ist ein konzessioniertes Kreditinstitut und steht unter Aufsicht der Finanzmarktaufsicht. Das prägt den Arbeitsalltag spürbar. Bankbetrieb, Risikomanagement und Kreditprüfung sitzen unter einem Dach mit dem Kunden- und Debitorenmanagement, der Finanzbuchhaltung, der IT und dem Vertrieb, der Neukunden persönlich berät. Für jemanden aus dem Bankwesen ist das ein überschaubares Haus mit bankfachlichem Anspruch, in dem man die Kollegen aus den anderen Abteilungen tatsächlich kennt. Wer aus dem Forderungsmanagement oder dem Inkasso kommt, findet dafür ein eigenes Team.
Finanziert werden Produktionsbetriebe und Händler genauso wie junge Unternehmen, die noch keine lange Bilanzhistorie vorweisen können; für landwirtschaftliche Betriebe gibt es ein eigenes Agrar-Factoring. Neben dem reinen Rechnungsankauf übernimmt das Haus auf Wunsch das gesamte Mahnwesen und den Schutz vor Zahlungsausfällen, im Exportgeschäft auch über die Grenze hinweg. Der österreichische Standort gehört zu einer Gruppe, die nach eigenen Angaben mehr als 150 Menschen beschäftigt und außer in Österreich in Deutschland, der Schweiz, Schweden und Slowenien tätig ist. Kurze Wege im eigenen Haus, eine europäische Gruppe im Rücken.
Wie viele Beschäftigte genau auf Österreich entfallen, veröffentlicht das Unternehmen nicht; das Arbeitgeberprofil auf karriere.at nennt eine Größenordnung von 31 bis 50 Personen (abgerufen am 08.08.2026). Auf der Karriereseite beschreibt sich A.B.S. mit flachen Hierarchien und nennt konkret flexible Homeoffice-Regelungen, Weiterbildungsangebote und eine betriebliche Altersvorsorge, dazu Betriebsausflüge und ein Grillfest im Jahr. Ausgeschriebene Stellen gab es zuletzt keine, Initiativbewerbungen sind ausdrücklich erwünscht und werden von der Personalleitung entgegengenommen. Seit 2025 arbeitet das Team am neuen Standort in Puch bei Hallein, geführt wird die Gesellschaft von zwei Vorständen, beide seit 2020 im Amt.
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