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Die MVV Energie AG mit Sitz in Mannheim ist ein Energieversorger, der Strom, Wärme, Gas und Wasser liefert und Energiedienstleistungen anbietet. Zum Geschäft gehören auch Kraftwerke, Fernwärme, erneuerbare Energien und Angebote für Elektromobilität.

Der Medizinische Dienst Baden-Württemberg ist der sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst für die gesetzliche Kranken- und die soziale Pflegeversicherung in Baden-Württemberg. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Hauptverwaltung in Lahr/Schwarzwald begutachtet er im Auftrag der Kassen, etwa bei Pflegebedürftigkeit oder Krankenhausabrechnungen, und berät sie in medizinischen Fragen.

Raffinerie Heide GmbH betreibt in Hemmingstedt bei Heide Deutschlands nördlichste Rohölraffinerie. Rund 4,5 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet der Standort im Jahr – etwa so viel, wie ganz Schleswig-Holstein an Mineralöl verbraucht. Rund 490 Beschäftigte und 30 Auszubildende sorgen dafür, dass im Norden Benzin, Diesel und Flugkraftstoff verfügbar sind. Damit zählt das Werk in Dithmarschen zu den größten Arbeitgebern der Region. Aus dem Rohöl entstehen in Hemmingstedt nicht nur klassische Kraftstoffe und leichtes Heizöl, sondern auch Grundstoffe für die chemische Industrie, etwa Aromaten und Ausgangsstoffe für Kunststoffe. Die Raffinerie versteht sich deshalb zugleich als Chemieunternehmen. Über eine Pipeline ist der Standort mit dem Tanklager in Brunsbüttel verbunden, von wo aus die Produkte zu den Kunden gehen. Öl wird an diesem Ort seit den 1940er-Jahren verarbeitet. 1952 ging hier die erste katalytische Crackanlage Deutschlands in Betrieb. Seit 2010 gehört die Raffinerie zur international tätigen Klesch Group; 2022 kam eine Schwesterraffinerie im dänischen Kalundborg hinzu. Wer hier arbeitet, ist damit Teil einer Gruppe, die über Deutschland hinausreicht. Die Bandbreite der Berufe ist groß. An den Anlagen stehen Chemikanten und Anlagenfahrer, in der Technik planen Ingenieure Instandhaltung und Umbauten, im Hintergrund arbeiten Fachleute aus Einkauf, Logistik, Arbeitssicherheit oder Personalwesen. 30 Auszubildende lernen im Betrieb – das Werk bildet seinen Nachwuchs also selbst aus. Mit Projekten rund um grünen Wasserstoff und die Senkung der CO2-Emissionen arbeitet die Raffinerie zugleich daran, die Energieversorgung des Nordens umzubauen.

Mehr als 210.000 Betriebe und öffentliche Einrichtungen in Deutschland lassen sich hier arbeitsmedizinisch und sicherheitstechnisch betreuen. Zum 1. Juli 2025 hat die B·A·D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH ihren Namen gewechselt und firmiert seither als BG prevent GmbH. Es ist dieselbe Gesellschaft geblieben, mit demselben Sitz in Bonn und derselben Geschäftsführung. Über 3.700 Fachleute arbeiten an rund 150 Standorten im ganzen Land. Der Kern der Arbeit ist Prävention, also dafür zu sorgen, dass Menschen von ihrer Arbeit nicht krank werden. In der Praxis heißt das arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen und Gefährdungsbeurteilungen in Werkshallen und Büros, dazu Beratung zu Gefahrstoffen oder Strahlenschutz. Auch psychische Belastung ist längst ein eigenes Arbeitsfeld geworden. Angefangen hat alles 1976, als die Berufsgenossenschaften einen gemeinsamen arbeitsmedizinischen Dienst ins Leben riefen. Fünfzig Jahre später gehört das Unternehmen immer noch ihnen: Acht gewerbliche Berufsgenossenschaften und die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen sind die Gesellschafter, also die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung selbst. Zu den Kunden zählen Konzerne wie die Deutsche Telekom und die REWE Group genauso wie kleine Handwerksbetriebe. In der Summe gilt das Haus als größter anbieterübergreifender Dienstleister für Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit und betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland. Mehr als 800 Ärztinnen und Ärzte arbeiten hier. Dazu kommen Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie Beraterinnen und Berater für Gesundheitsmanagement, insgesamt über 3.700 Menschen. Für Medizinerinnen und Mediziner ist ein Punkt besonders greifbar: Schicht- und Wochenenddienste gibt es nicht. Die Facharztweiterbildung Arbeitsmedizin lässt sich im Unternehmen absolvieren, begleitet von einem strukturierten Curriculum und Mentoring, und wer sein Studium im Ausland abgeschlossen hat, wird bei der Anerkennung unterstützt. Der Arbeitstag wechselt zwischen dem eigenen Gesundheitszentrum und den Betrieben der Kunden. Weil die Kundschaft quer durch alle Branchen geht, lernt man in wenigen Jahren sehr unterschiedliche Arbeitswelten kennen. Flexible Arbeitszeiten, Begleitung bei Elternzeit und Wiedereinstieg sowie barrierefreie Arbeitsplätze nennt das Unternehmen auf seiner Karriereseite. Aktuelle Umsatzzahlen veröffentlicht es nicht prominent; die zuletzt breit zitierte Angabe lautet 297 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2022. Die Zentrale liegt auf dem Campus Bonn in Bonn-Beuel, gearbeitet wird an rund 150 Standorten deutschlandweit.

Oppenhoff & Partner – Gemeinsam einzigartig Oppenhoff & Partner ist eine der führenden unabhängigen und international tätigen Wirtschaftskanzleien in Deutschland und steht für mehr als 100 Jahre Rechts- und Steuerberatung auf höchstem Niveau. Aus unseren Büros in Köln, Frankfurt am Main und Hamburg beraten wir deutsche und internationale Konzerne sowie mittelständische und familiengeführte Unternehmen in allen wichtigen Bereichen des Wirtschafts- und Steuerrechts. Unser Anspruch ist es, mit individuellen Lösungen wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Dabei arbeiten wir regelmäßig mit führenden Kanzleien aus den wichtigsten Jurisdiktionen weltweit zusammen. Sie suchen spannende Aufgaben, eine starke Gemeinschaft und individuelle Förderung? Warum Oppenhoff & Partner? Unser Anspruch ist es, Sie zu einem exzellenten Wirtschaftsanwalt und außergewöhnlichen Berater auszubilden. Bei uns arbeiten Persönlichkeiten, die nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch das Geschäft und die Bedürfnisse unserer Mandanten verstehen. Um Sie adäquat darauf vorzubereiten, unterstützen wir Ihre Entwicklung durch ein umfangreiches Ausbildungsprogramm und ermutigen Sie, sich aktiv einzubringen. Von Beginn an arbeiten Sie an herausfordernden Mandaten und stehen im unmittelbaren Kontakt mit unseren Mandanten. Erfahrene Kollegen führen Sie dabei schrittweise an die Übernahme von Verantwortung heran, beantworten Ihre Fragen und gewährleisten eine kompetente, individuelle Betreuung. Teamarbeit wird bei uns groß geschrieben. Wir führen die Stärken jedes Einzelnen zusammen, um gemeinsam die besten Lösungen für unsere Mandanten zu finden. Gemeinsam einzigartig. Unsere Tätigkeit ist spannend – Tag für Tag. Im Team für unsere Mandanten Erfolge zu erzielen, bereitet uns viel Freude. Uns ist es wichtig, dass Sie langfristig mit Spaß bei der Sache sind. Dafür ist ein gesundes Verhältnis zwischen Beruf und Freizeit wichtig. Wir legen Wert darauf, dass neben dem Beruf ein erfülltes Privatleben geführt werden kann. Daher haben wir bei uns keine formalistische „Präsenz-Kultur“. Wochenenden dienen der Erholung und Ihre 30 Tage Urlaub im Jahr können Sie ebenfalls nehmen – darauf achten wir. Unsere Sozietät unterstützt zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gemeinsam finden wir mit unseren Mitarbeitern entsprechende Lösungen, wie zum Beispiel Teilzeit-Modelle. Sie möchten promovieren und benötigen etwas mehr Zeit, um an Ihrer Doktorarbeit zu schreiben? Kein Problem. Wir unterstützen ambitionierte Mitarbeiter und finden Wege, Ihnen den nötigen Freiraum zu ermöglichen. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, ob wir zueinander passen. Wir sind darauf gespannt, Sie kennenzulernen. Mehr über Ihre Einstiegsmöglichkeiten – ob als Praktikant (m/w/div.), Referendar (m/w/div.) oder Anwalt (m/w/div.) – erfahren Sie auf www.oppenhoff.eu/de/karriere.html .

Am 3. August 2026 haben 155 Auszubildende und dual Studierende ihren ersten Arbeitstag im EWE-Konzern gehabt, verteilt auf EWE NETZ, swb, BTC und EWE SERVICEPARTNER. Rund 850 junge Menschen lernen derzeit konzernweit. Wer hier einsteigt, arbeitet an Strom- und Gasnetzen, an Windparks, an Glasfaser und zunehmend an Wasserstoff. Energie liefert das Unternehmen aus Oldenburg seit 1930. EWE versorgt den Nordwesten Deutschlands mit Strom, Erdgas und Wärme, dazu kommen Telekommunikation und IT. Das Gebiet reicht von Ostfriesland und dem Oldenburger Land über Bremen bis nach Brandenburg und auf die Insel Rügen. Entstanden ist der Konzern 1930 aus dem Zusammenschluss regionaler Stromversorger. Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte er im Jahresdurchschnitt 11.159 Menschen und erwirtschaftete einen Umsatz von 8.104,5 Millionen Euro; 1,6 Milliarden Euro flossen im selben Jahr in Windenergie, grünen Wasserstoff und den Ausbau der regionalen Stromnetze (EWE-Pressemitteilung, April 2026). Die Arbeit ist handfest. Die Netztochter EWE NETZ betreibt rund 84.000 Kilometer Stromnetz und knapp 58.000 Kilometer Gasnetz und beschäftigt im Schnitt etwa 1.800 Menschen. Dort ist man als Elektronikerin für Betriebstechnik im Netzbetrieb draußen unterwegs oder plant im Büro die Anschlüsse für ein neues Wohngebiet. Ganz andere Berufsbilder finden sich bei der konzerneigenen BTC in Oldenburg, einem IT-Haus mit rund 2.600 Beschäftigten in der Gruppe, elf deutschen Standorten und Projekten von SAP-Einführungen bis zur Software-Entwicklung. In Bremen gehört swb zum Konzern. Zwischen Netzmontage, Rechenzentrum und Kraftwerk liegen also Welten, und alle drei gehören zum selben Arbeitgeber. Die Eigentümerstruktur ist ungewöhnlich stabil: 74 Prozent hält der EWE-Verband, ein Zusammenschluss von 21 Städten und Landkreisen der Region, 26 Prozent liegen seit Februar 2020 beim Infrastrukturinvestor Ardian. Damit zählt EWE nach eigenen Angaben zu den größten kommunalen Unternehmen Deutschlands. Die Anteilseigner sitzen in der Region, in der auch gearbeitet wird. Ausbildung hat sichtbar Gewicht. Für 2026 konnten bis auf zwei alle Ausbildungsplätze besetzt werden, und das Angebot wächst weiter: Neu dazugekommen sind ein duales Studium Digital Business bei EWE NETZ, ein Studiengang Angewandte Künstliche Intelligenz und die Fachinformatik-Ausbildung für Anwendungsentwicklung bei swb. Ausgebildet wird aber auch zum Koch für das Betriebsrestaurant. Zentraler Standort für die meisten Ausbildungsberufe ist Oldenburg. Wie viele Nachwuchskräfte nach dem Abschluss übernommen werden, weist EWE öffentlich nicht aus. Wer technisch einsteigen will, trifft auf Projekte, die es so nur selten gibt. EWE GASSPEICHER betreibt 37 Salzkavernen im Nordwesten und in Brandenburg, in Rüdersdorf wurde gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Wasserstoffspeicherung in einer Pilotkaverne erprobt. In Emden baut EWE einen Elektrolyseur mit 320 Megawatt Leistung, nach Unternehmensangaben eine der größten Anlagen zur Wasserstofferzeugung in Europa; in Betrieb gehen soll sie um 2028.

590.700 Familien und 28.000 Firmen- und institutionelle Kunden vertrauten Ende 2024 bei ihren Geldfragen auf MLP. Betreut werden sie von mehr als 2.000 Beraterinnen und Beratern an rund 90 Standorten in ganz Deutschland. Angefangen hat das 1971. Damals gründeten Marschollek, Lautenschläger und Partner in Heidelberg eine Beratung, die sich gezielt an Akademiker richtete. MLP begleitet Menschen bei Altersvorsorge, Versicherungen, Finanzierungen und Vermögensanlage. Der Sitz ist Wiesloch bei Heidelberg. Gerade Medizinerinnen, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler gehören seit jeher zur Kernklientel, oft schon ab dem Studium und über das ganze Berufsleben hinweg. Wer hier als Beraterin oder Berater einsteigt, arbeitet meist in einer der Geschäftsstellen vor Ort und wird über ein eigenes Ausbildungsprogramm an den Beruf herangeführt. Daneben braucht ein Haus dieser Größe viele weitere Fachleute. In Wiesloch sitzen IT, Produktmanagement, Recht und Marketing, und mit der MLP Banking AG gehört auch eine eigene Bank zur Gruppe. Die Finanzberatung ist die Kernmarke eines Konzerns, der unter dem Dach der börsennotierten MLP SE mehrere spezialisierte Gesellschaften bündelt, darunter der Vermögensverwalter FERI und der Versicherungsspezialist DOMCURA. 2024 überschritten die Erlöse der Gruppe erstmals eine Milliarde Euro, das betreute Vermögen lag bei 63,1 Milliarden Euro. Zur genauen Gesamtbelegschaft macht das Unternehmen öffentlich wechselnde Angaben. Gesichert sind über 2.000 Beraterinnen und Berater. Geführt wird die Finanzberatung von einem fünfköpfigen Vorstand unter Sprecher Jan Berg.

In Göttingen entstehen Optikmodule, die später in Maschinen stecken, mit denen Computerchips belichtet und geprüft werden. Montiert werden sie in Reinräumen der höchsten Güte. Excelitas Deutschland GmbH beschäftigt an drei deutschen Standorten zusammen rund 1.280 Menschen und gehört zur US-amerikanischen Excelitas-Gruppe mit weltweit mehr als 7.500 Mitarbeitenden. Der Firmenname ist jung, das Unternehmen nicht: Die Göttinger Wurzeln reichen bis 1898 zurück. Das Geschäft dreht sich um Licht. Optik und Feinmechanik, präzise genug für Anwendungen, bei denen es auf Bruchteile eines Mikrometers ankommt. Der Standort Göttingen ist innerhalb der Gruppe das Kompetenzzentrum für die Halbleiterindustrie und liefert optomechanische Module, Subsysteme und Komponenten für Lithografie, Waferinspektion sowie das Bonden und Packaging von Chips. Rund 460 Menschen arbeiten dort. Das Stammhaus an der Königsallee wurde 1907 gebaut und ist bis heute Sitz von Entwicklung und Fertigung; 2021 kam im Göttinger Science Park ein Neubau mit rund 6.700 Quadratmetern dazu, darin 1.500 Quadratmeter Reinraum der Klasse ISO 5, in dem die Luft bis zu zweimal pro Minute komplett gefiltert wird. Der Firmensitz liegt in Feldkirchen bei München. Dort entwickeln und produzieren rund 420 Beschäftigte hochkomplexe optomechanische Baugruppen und Systeme, mit Schwerpunkt auf Medizintechnik und Life Sciences; das Werk gilt im Unternehmen als Kompetenzzentrum für Feinmechanik, Sondermontage und Diamantdrehen. Im niederbayerischen Regen fertigen etwa 400 Menschen Rund- und Mikrooptik. Drei Werke, drei sehr unterschiedliche Fertigungswelten, und entsprechend breit sind die Berufsbilder: An den Bearbeitungsmaschinen in Regen stehen Feinoptikerinnen und Feinoptiker, in Feldkirchen richten Zerspanungsmechaniker ihre Maschinen für Losgrößen ein, die im Zehntelmillimeter-Bereich passen müssen, und in Göttingen montieren Fachkräfte optomechatronische Systeme unter Reinraumbedingungen. Dazu kommen Entwicklung, Qualitätssicherung und kaufmännische Funktionen an allen Standorten. Ausgebildet wird im eigenen Haus. Zum Programm gehören unter anderem Feinoptiker, Industriemechanikerinnen, Zerspanungsmechaniker, Industriekaufleute und Fachkräfte für Lagerlogistik, ergänzt um Praktika und die Betreuung von Abschlussarbeiten. In Feldkirchen waren zuletzt 13 Auszubildende beschäftigt (AusbildungsOffensive-Bayern, abgerufen 2026-08-08). Die Einbindung in einen internationalen Konzern prägt den Arbeitsalltag: Kunden sind Hersteller von Halbleiterequipment, Medizintechnik und industriellen Systemen weltweit, die Muttergesellschaft Excelitas Technologies sitzt in Pittsburgh. Seit 2013 gehört das frühere Qioptiq-Geschäft zu Excelitas, zum 27. August 2025 wurden die drei deutschen Werke unter dem Namen Excelitas Deutschland GmbH zusammengeführt. Zur wirtschaftlichen Entwicklung der deutschen Gesellschaft sind aktuelle Zahlen öffentlich nicht verfügbar. Gefertigt wird weiterhin an allen drei Standorten in Deutschland, in Göttingen inzwischen seit mehr als 125 Jahren.

Ein leerstehendes Großhandelslager an der Dresdner Breitscheidstraße, eine stillgelegte Coca-Cola-Abfüllanlage in Radeberg: Mit solchen Objekten arbeitet Ventura Investment. Gekauft, saniert, wieder vermietet. An der Breitscheidstraße sitzen heute unter anderem Bike24 und XXL Sport. Das zweite Standbein sind Beteiligungen an jungen Technologiefirmen aus Dresden und Umgebung. Die Wurzeln reichen ins Jahr 1995 zurück. Damals übernahm Thomas Bohn die Dresdner Firma Mende Bürotechnik, vier Jahre später gründete er daraus Saxoprint und die Saxocom Büro- & Informationssysteme AG. Beide wuchsen und wechselten später den Besitzer: Saxocom ging 2009 an Canon Deutschland, Saxoprint 2012 an die Oldenburger CEWE Color, damals eine Druckerei mit rund 370 Beschäftigten und 31,4 Millionen Euro Umsatz (CEWE-Mitteilung, Februar 2012). Im selben Jahr entstand Ventura Investment als Gesellschaft, die Beteiligungen und Vermögenswerte hält. Seitdem läuft das Geschäft auf zwei Gleisen. Im Immobilienteil geht es um Flächen, die andere abgeschrieben haben. In Radeberg wurde bis 2001 Coca-Cola abgefüllt, heute stehen dort Lager- und Logistikhallen. Am Nickerner Weg in Dresden sind es Logistikflächen mit Lkw-Stellplätzen und angeschlossenen Büros, in Heidenau Gewerbe- und Ausstellungsräume, in denen In Joy und Multimöbel eingemietet sind. Am Firmensitz im Ostragehege stehen Gebäude aus der Zeit des Stadtbaurats Hans Erlwein, die auf eine neue Nutzung warten. Wer hier arbeitet, sieht das Ergebnis der eigenen Arbeit an einem Gebäude, nicht nur in einer Tabelle. Das zweite Gleis sind Beteiligungen an Technologiefirmen. Ventura Investment gehörte zu den Hauptinvestoren der Dresdner Senorics GmbH, die Nahinfrarot-Sensoren im Format kleiner als eine Ein-Cent-Münze entwickelt; in der Pre-Series-A-Runde kamen insgesamt mehr als acht Millionen Euro zusammen (Startup Mitteldeutschland, Bericht zur Finanzierungsrunde 2021). Beteiligt ist das Unternehmen außerdem an der Gesundheits-Software-Firma scanacs und an der Onlinemarketing-Agentur WEBneo, die mit über 30 Beschäftigten in Dresden und Leipzig E-Commerce-Projekte umsetzt. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das: sehr unterschiedliche Aufgaben unter einem Dach. Ausgeschrieben werden Stellen über die verbundenen Firmen, etwa als Hausverwalter oder Immobilienkauffrau bei Cubus Immobilien und im Facilitymanagement bei SaxoFacility Management & Development Dresden. Mentoring, Qualifizierungen und Seminare gehören zur Personalentwicklung. Im Haus gibt es ein Fitnessstudio und eine Lounge, dazu Homeoffice und flexible Arbeitszeiten. Ein Sommerfest und eine Kick-off-Party pro Jahr sind gesetzt. Wie viele Menschen für Ventura Investment selbst arbeiten, veröffentlicht das Unternehmen nicht; Bewerbungen gehen an HR-Managerin Franziska Uhlig. Seit vielen Jahren unterstützt die Firma den Dresdner Sonnenstrahl e.V., einen von knapp 100 Elternvereinen in Deutschland, die sich um krebskranke Kinder und Jugendliche und deren Familien kümmern.

Die Unternehmensgruppe Daume mit Sitz in Duderstadt ist im Bereich Gebäudetechnik tätig. Zur Gruppe gehören die Daume GmbH und mehrere weitere Fachunternehmen, etwa ATS Anbohrtechnik, Bisplinghoff, Bolte Technik und BTB, mit zahlreichen Standorten in Deutschland, darunter Berlin, Dresden, Hamburg, Hannover, Leipzig und München.

Rechtsanwältinnen, Steuerberater und Wirtschaftsprüferinnen arbeiten hier an denselben Mandaten, oft im selben Team. Gegründet wurde die Sozietät 1972 in Bonn von zwei Steuerrechtlern. Heute arbeiten über 1.100 Menschen an sieben deutschen Standorten für Flick Gocke Schaumburg. Der Schwerpunkt liegt seit über 50 Jahren auf dem deutschen und internationalen Steuerrecht. Steuerzentrierte Rechtsberatung nennt FGS das eigene Modell. Im Kern stehen Steuerfragen, an die sich Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Prüfung und Bewertung anschließen. Im Steuerstrafrecht verteidigen Anwältinnen ihre Mandanten, ein paar Türen weiter rechnen Wirtschaftsprüfer Unternehmenswerte für eine Umstrukturierung durch. Zu den Mandanten zählt ein Großteil der DAX-Konzerne, daneben Unternehmerfamilien, die ihre Nachfolge ordnen wollen, Stiftungen und Finanzinvestoren. In den JUVE-Handbüchern steht die Kanzlei im Steuerrecht seit Jahren an der Spitze. Gewachsen ist das Haus stetig. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Umsatz bei 241 Millionen Euro, rund zwölf Prozent mehr als im Jahr davor (juve-steuermarkt.de, März 2024); aktuellere Zahlen veröffentlicht die Sozietät nicht regelmäßig. Getragen wird sie von 99 Partnerinnen und Partnern sowie 106 assoziierten Partnerinnen und Partnern, Stand Januar 2026. Für Bewerberinnen und Bewerber aufschlussreich: Alle zum Jahreswechsel 2026 Ernannten haben ihre Laufbahn im Haus gemacht. Türen zum Einstieg gibt es mehrere. Studierende arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeitende mit, Referendarinnen absolvieren ihre Stationen, Praktika laufen in den Fachbereichen wie in den Business Services. Die Kanzlei unterstützt die Berufsexamina zum Steuerberater und zur Wirtschaftsprüferin und lässt Promotionen neben der Arbeit zu. Über das internationale Beratungsnetzwerk Taxand, dessen Austauschprogramm Lexchange und Secondments zu Mandanten kommen Berufsträger auch außerhalb Deutschlands zum Einsatz. Und nicht alle hier sind Jurist oder Steuerberaterin: IT und Personalabteilung gehören genauso zum Haus. Der Hauptsitz liegt in Bonn, seit 2016 im eigens errichteten FGS Campus. Sechs weitere Büros stehen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart. Geführt wird die Partnerschaft mbB seit Anfang 2024 von Managing Partner Matthias Rogall. Angefangen hat alles 1972 mit Hans Flick und Rudolf Gocke; seit 2021 gehört FGS zu den zehn umsatzstärksten Kanzleien Deutschlands.

Alterric mit Hauptsitz in Aurich plant, baut und betreibt Windparks an Land und erzeugt Windstrom. Das Unternehmen entstand 2021 aus der Bündelung der Onshore-Windaktivitäten von EWE und der Aloys Wobben Stiftung. Stellen gibt es an mehreren deutschen Standorten, etwa in Projektierung, Technik und Verwaltung.

In der östlichen HafenCity in Hamburg kommt ein großer Teil der Heizwärme aus einer Kupferhütte. enercity Contracting nutzt dort seit 2018 die Abwärme des Metallproduzenten Aurubis und bringt sie über ein Wärmenetz in Wohnungen und Büros. Solche Projekte sind das eigentliche Geschäft des Unternehmens: Wärme und Kälte planen, bauen und über Jahre betreiben. Bundesweit betreut es nach eigenen Angaben mehr als 1.100 solcher Anlagen. Den Kern bildet das Contracting. Wer eine Heizzentrale oder ein Wärmenetz braucht, eine Wohnungsgesellschaft etwa, ein Industriebetrieb oder eine Kommune, muss sich nicht selbst um Technik und Betrieb kümmern. enercity Contracting plant die Anlage, finanziert und baut sie und betreibt sie anschließend über die Vertragslaufzeit, samt Abrechnung und einem Störungsdienst rund um die Uhr. Wärme liefert das Unternehmen schon seit 1990. Als eigene Gesellschaft mit Sitz in Hannover firmiert es seit 2009, hervorgegangen aus den Stadtwerken Hannover. Die Technik dahinter ist vielfältig. In manchen Projekten laufen Blockheizkraftwerke mit Biomethan, in anderen Wärmepumpen, Solarthermie oder Eisspeicher; in Hamburg speist die genannte Aurubis-Abwärme ein ganzes Stadtquartier. In Bremerhaven hat das Unternehmen die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt und den Stromverbrauch dort um rund 70 Prozent gesenkt. Die Anlagen reichen von 100 Kilowatt bis in den Megawatt-Bereich. Dafür braucht es Fachleute aus Technik und Ingenieurwesen: Betriebsingenieurinnen und -ingenieure für Fern- und Wärmenetze, Servicetechniker für die Instandhaltung, dazu Meister und Techniker für den Netzbetrieb. Hinter enercity Contracting steht die enercity AG, der frühere Stadtwerke-Hannover-Konzern und einer der großen kommunalen Energieversorger Deutschlands. Die Muttergesellschaft kam 2024 auf einen Umsatz von rund 7,4 Milliarden Euro und beschäftigte mehr als 3.500 Menschen. Diese Anbindung gibt dem Contracting-Geschäft einen verlässlichen Rückhalt. Für das norddeutsche Geschäft gibt es seit 2013 die Tochter enercity Contracting Nord in Hamburg. Für Beschäftigte nennt das Unternehmen eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung, flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten, dazu Weiterbildung, vermögenswirksame Leistungen und das Deutschlandticket. Eine eigene Mitarbeiterzahl veröffentlicht enercity Contracting nicht. Betrieben werden die Anlagen nach der Energiemanagement-Norm ISO 50001, von der einzelnen Heizzentrale bis zum quartiersweiten Wärmenetz.

In 14 Spendezentren von Aachen bis Rostock gewinnt Plasma Service Europe GmbH das, woraus lebenswichtige Medikamente werden: menschliches Blutplasma. Rund 187.000 Menschen sind hier als Spenderinnen und Spender registriert. Aus ihrem Plasma entstehen Präparate für Patienten mit Bluterkrankheit, mit Immundefekten oder in der Notfallmedizin. Gegründet wurde das Unternehmen 2001, seinen Sitz hat es im hessischen Dreieich. Plasma Service Europe gehört zur Biotest-Gruppe, einem seit über 60 Jahren auf Blutplasma spezialisierten Pharmaunternehmen, das 2022 vom spanischen Grifols-Konzern übernommen wurde. Grifols zählt zu den weltweit größten Herstellern von Arzneimitteln aus Blutplasma. Für Beschäftigte bedeutet das einen überschaubaren, klar umrissenen Betrieb mit dem Rückhalt eines internationalen Konzerns. Der Arbeitsalltag spielt sich in den Zentren ab. In Köln, Dortmund oder Halle betreuen Medizinische Fachangestellte die Spenderinnen und Spender, prüfen die Vitalwerte, legen die Kanüle und überwachen die Plasmapherese. Ärztinnen und Ärzte übernehmen die medizinische Aufsicht und entscheiden über die Spendetauglichkeit. Auch Pflegekräfte, Notfallsanitäter und Hebammen finden hier einen Platz, weil ihre Ausbildung die nötige Qualifikation mitbringt. Wer bleibt, kann sich zur Schichtleitung oder in die Qualitätssicherung weiterentwickeln. Ungewöhnlich für einen medizinischen Beruf: Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste gibt es nicht. Gearbeitet wird in Früh- und Spätschicht. Zwischen 29 und 31 Urlaubstage nennt das Unternehmen selbst, Arbeitskleidung wird gestellt und gewaschen, fachliche Weiterbildung gehört zum Angebot. Wie viele Menschen insgesamt für Plasma Service Europe arbeiten, veröffentlicht das Unternehmen nicht; die 14 Standorte geben aber einen Eindruck von der Größe. Was die Arbeit trägt, ist ihr Zweck. Allein in Deutschland sind mehr als vier Millionen Menschen mit seltenen Erkrankungen auf Medikamente aus Blutplasma angewiesen. Jede Spende, die in einem der Zentren gewonnen wird, ist ein Baustein dafür.

3.581 Menschen aus 90 Nationen arbeiten am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (Stand: Juni 2026). Rund 1.500 von ihnen forschen, gut 500 davon als Doktorandinnen und Doktoranden. Der größere Teil der Belegschaft arbeitet außerhalb der Labore, in Verwaltung, Technik und Infrastruktur. Das DKFZ ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung Deutschlands. Gegründet wurde das Zentrum 1964. Es ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, finanziert zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg, und gehört zu den 18 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft. Das Gesamtbudget liegt bei 515 Millionen Euro (Stand: Juni 2026). Geforscht wird an vier Fragen: Wie entsteht Krebs, wie erkennt man ihn früh, wie behandelt man ihn wirksam, wie verhindert man ihn. In mehr als 100 Abteilungen und Forschungsgruppen geht es dabei um sehr Unterschiedliches. Die einen untersuchen, wie Immunzellen Tumoren erkennen, die anderen entwickeln Bildgebung und Bestrahlungstechnik weiter. 21 Core Facilities stellen Großgeräte und Spezialmethoden bereit, die einzelne Arbeitsgruppen allein nicht betreiben könnten. Dass diese Arbeit ankommt, lässt sich belegen. Harald zur Hausen wies am DKFZ nach, dass humane Papillomviren Gebärmutterhalskrebs auslösen; 2008 erhielt er dafür den Nobelpreis für Medizin, und aus dieser Forschung ging die HPV-Impfung hervor. Aus dem Zentrum sind bislang 18 Ausgründungsprojekte entstanden, gehalten werden 275 Patentfamilien. Direkt bei Patientinnen und Patienten landet der Krebsinformationsdienst: kostenlos, täglich von 8 bis 20 Uhr, unter 0800 420 30 40. Hauptsitz ist das Neuenheimer Feld in Heidelberg, Tür an Tür mit Universität und Universitätsklinikum. Seit 2019 gibt es einen zweiten eigenen Standort in Dresden, wo an Sensorik und künstlicher Intelligenz für die Tumordiagnostik gearbeitet wird. Dazu kommen das DKFZ Hector Cancer Institute an der Universitätsmedizin Mannheim und das Helmholtz-Institut HI-TRON in Mainz. Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen und das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung ist das DKFZ an sechs beziehungsweise acht weiteren Standorten mit Universitätskliniken verbunden. Wie sich die Belegschaft auf diese Orte verteilt, weist das Zentrum öffentlich nicht aus. Bezahlt wird nach dem Tarifvertrag der Länder. Dazu kommen 30 Urlaubstage, freie Tage an Heiligabend und Silvester sowie die Betriebsrente über die VBL. Bis zu 40 Prozent der Arbeitszeit lassen sich mobil erbringen, das Deutschland-Jobticket wird an allen Standorten bezuschusst. Das Zentrum trägt das Zertifikat des audit berufundfamilie und bietet den eigenen Beschäftigten ein Krebsvorsorge- und Früherkennungsprogramm an. Für die fachliche Entwicklung gibt es die Cancer Research Academy mit Master-, Promotions- und Postdoc-Programmen, ein Clinician-Scientist-Programm für Ärztinnen und Ärzte und mit "Light up your Journey" ein Trainee-Programm für Hochschulabsolventen in der Verwaltung. Internationale Beschäftigte und ihre Familien betreut eine eigene Abteilung, die International Staff Services. Nachwuchs bildet das DKFZ selbst aus. 74 Auszubildende lernen hier (Stand: Juni 2026), in fünf Ausbildungsberufen und fünf dualen Studiengängen, etwa als Biologielaborantin, Tierpfleger oder Fachinformatikerin für Systemintegration. Ausbildungsstart ist jedes Jahr der 1. September.

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur ist eine GmbH mit Sitz in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Institut erschließt große Mengen an Patent- und Forschungsinformation und entwickelt und betreibt Informationsdienste, etwa für Recherche, Forschungsdatenmanagement und digitale Langzeitarchivierung. Es forscht dazu selbst und arbeitet mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen.

Rund 1.000 Kilometer Leitungen und 55 Umspannanlagen: So groß ist das Hochspannungsnetz, das die VSE Aktiengesellschaft über ihre Netztochter im Saarland betreibt. Gegründet wurde das Unternehmen 1912 in Saarbrücken, dort sitzt es bis heute. Ende 2024 arbeiteten in der VSE-Gruppe 1.745 Menschen, 89 mehr als im Jahr davor. Das Geschäft reicht deutlich über das Stromnetz hinaus. Über die Mehrheitsbeteiligung an energis versorgt die Gruppe Haushalte und Betriebe an der Saar mit Strom und Gas, die VSE NET verlegt Glasfaser für Kommunen und Unternehmen, und FAMIS betreut Heizungs-, Lüftungs- und Energieanlagen in fremden Gebäuden. In Luxemburg ist die Gruppe über die Telekommunikationstochter artelis vertreten, an der sie 90 Prozent hält. Insgesamt gehören Beteiligungen an 28 Gesellschaften dazu, von Windparks bis zum Messstellenbetrieb. Die Eigentümerstruktur erklärt viel über die Beständigkeit des Hauses. Die Hälfte der Aktien plus eine liegt bei E.ON, den Rest halten das Saarland, der Regionalverband Saarbrücken, mehrere Landkreise und eine kommunale Beteiligungsgesellschaft. Ein Energieversorger, der zur Hälfte der Region selbst gehört, plant in Jahrzehnten, nicht in Quartalen. 2024 flossen 116,9 Millionen Euro an strategischen Sachinvestitionen überwiegend in die saarländische Energieinfrastruktur; für die Folgejahre hat der Vorstand rund 360 Millionen Euro angekündigt, ein erheblicher Teil davon für Netze, Glasfaserausbau, Digitalisierung und IT-Sicherheit. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das vor allem: Es wird eingestellt. Rund 150 zusätzliche Stellen sollte die Gruppe bis 2026 besetzen, schwerpunktmäßig im Netzbereich und in der IT. Die Berufsbilder liegen entsprechend weit auseinander. Elektroniker und Mechatronikerinnen arbeiten an Umspannanlagen und Leitungen, Fachinformatikerinnen und IT-Systemelektroniker an Netzleittechnik und Cybersicherheit, im kaufmännischen Bereich geht es um Beschaffung, Abrechnung und Vertrieb. Dazu kommen Projektierer für Wind- und Solaranlagen; die Erzeugungsleistung im Beteiligungsportfolio lag zuletzt bei 163 Megawatt. Wer den Einstieg über die Ausbildung sucht, landet im hauseigenen Ausbildungszentrum in Saarbrücken. Dort bildet die Gruppe seit über 30 Jahren aus, mehr als 300 junge Leute haben so begonnen. Neben Elektronik, Mechatronik und IT gibt es kaufmännische Berufe, duale Studiengänge in Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik und, etwas ungewöhnlich für einen Energieversorger, die Ausbildung zum Koch. Die Vergütung ist tariflich geregelt und wird in 13 Monatsgehältern gezahlt, hinzu kommen ein monatlicher Mobilitätszuschuss, ein jährliches Lernmittelbudget und eine Übernahmegarantie von bis zu einem Jahr nach dem Abschluss. Eine durchgängig veröffentlichte Umsatzreihe für die Gruppe gibt es öffentlich nicht; für 2023 wurden 1,856 Milliarden Euro ausgewiesen, nach 1,349 Milliarden im Jahr davor, was das Unternehmen wesentlich auf die gestiegenen Beschaffungspreise für Energie zurückführt. Die Zentrale liegt in der Heinrich-Böcking-Straße in Saarbrücken, keine zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Rund 29.400 Kilometer Stromleitungen liegen im Netzgebiet der N-ERGIE Netz GmbH, dazu Gasleitungen, Trinkwasserrohre und Fernwärme. Von Nürnberg aus betreuen rund 1.000 Beschäftigte ein Versorgungsgebiet von etwa 8.400 Quadratkilometern, das von der Würzburger Gegend im Norden bis Eichstätt im Süden reicht. Geht irgendwo ein Kabel kaputt, rückt jemand aus diesem Team aus. Damit zählt das Unternehmen zu den größten Verteilnetzbetreibern Deutschlands. Die Gesellschaft nahm den Betrieb Anfang 2007 auf und gehört zu hundert Prozent der N-ERGIE Aktiengesellschaft. Die Strom- und Gasnetze pachtet sie von der Muttergesellschaft, Wasser- und Fernwärmeanlagen führt sie in deren Auftrag. Praktisch heißt das: Hausanschlüsse legen, Zähler betreuen, Störungen beheben, den Anschluss für die neue Wärmepumpe oder die PV-Anlage auf dem Dach herstellen. Die Arbeit verändert sich dabei spürbar. Über 100.000 Anlagen für erneuerbare Energien speisen inzwischen in dieses Netz ein, und das Verteilnetz muss diese Mengen auch aufnehmen können. Bis 2030 investiert die N-ERGIE Netz nach eigenen Angaben rund 1,3 Milliarden Euro in das Stromnetz, geplant sind etwa 100 Maßnahmen, darunter die Ertüchtigung von 185 Kilometern Hochspannungsleitung. Wer hier einsteigt, arbeitet an Anlagen, die Jahrzehnte in Betrieb bleiben. Zwei Berufsgruppen sucht das Unternehmen besonders offensiv: Elektrikerinnen und Elektriker sowie Ingenieurinnen und Ingenieure. Die einen sind im Umspannwerk, an der Freileitung und am Hausanschluss unterwegs, häufig mit eigenem Servicefahrzeug und Arbeitsbeginn von zu Hause aus. Die anderen planen Netzausbau, Schutztechnik und Umspannanlagen. Dazu kommen kaufmännische und organisatorische Stellen in Steuerung und Verwaltung, außerdem Plätze für Praktika und Werkstudierende. Gearbeitet wird nicht nur in Nürnberg. Größere Standorte sind Weißenburg und Neusitz bei Rothenburg, dazu kommen zwölf kleinere Stützpunkte in der Region. Bezahlt wird nach dem Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V), mit 13 Monatsgehältern und 30 Urlaubstagen; mobiles Arbeiten ist je nach Aufgabe möglich, und Weiterbildungskosten übernimmt das Unternehmen, wenn sie für die Stelle nötig sind. Zur Offenheit gehört auch der Hinweis aus den eigenen Bewerbungs-FAQ: Im technischen Bereich fällt etwa alle fünf bis sechs Wochen Rufbereitschaft an, vertraglich vergütet. Im Rücken steht ein großer kommunal geprägter Versorger. Der N-ERGIE Konzern beschäftigte 2025 rund 2.700 Menschen und erwirtschaftete 4,9 Milliarden Euro Umsatz, Mehrheitseigentümerin der Muttergesellschaft ist die Städtische Werke Nürnberg GmbH. Den Nachwuchs bildet die Gruppe selbst aus, etwa in dreieinhalb Jahren zum Elektroniker für Betriebstechnik am Standort Nürnberg-Sandreuth. Eigene Umsatzzahlen weist die Netzgesellschaft öffentlich nicht gesondert aus, sie gehen im Konzernabschluss auf. Am 29. Oktober 2025 ging das erweiterte Umspannwerk Winterschneidbach bei Ansbach ans Netz, rund 17 Millionen Euro teuer, acht Hochspannungsleitungen laufen dort zusammen, gebaut wurde bei laufendem Betrieb.

