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In Hornberg im Schwarzwald begann 1817 eine kleine Steingutfabrik. Heute stehen an derselben Adresse die Zentrale und die Keramikproduktion der Duravit AG, deren Waschtische, WCs und Badmöbel in mehr als 130 Ländern verkauft werden. Rund 7.000 Menschen arbeiten weltweit für das Unternehmen. Der Gründungsort ist der Hauptsitz geblieben.
Duravit macht Bäder. Waschtische, WCs und Badewannen bilden das Kerngeschäft, dazu kommen Badmöbel aus eigener Fertigung sowie Dusch-WCs, Armaturen und Installationssysteme. Der Weg vom Rohstoff zum fertigen Stück läuft in großen Teilen im eigenen Haus: Keramik wird gegossen, glasiert und bei rund 1.260 Grad gebrannt, Möbel werden in einer eigenen Möbelfertigung gebaut. Wie ernst es dem Unternehmen mit Gestaltung ist, sieht man schon von der Straße aus. Das Duravit Design Center in Hornberg wurde von Philippe Starck entworfen.
2024 erwirtschaftete die Gruppe einen weltweiten Umsatz von 631,2 Millionen Euro (Duravit, Zahlen & Fakten, abgerufen am 08.08.2026). Produziert wird an Standorten in sechs Ländern. In Deutschland sind das Hornberg, Meißen und Schenkenzell, dazu die Logistik in Achern; international kommen Bischwiller im Elsass, zwei Werke in Ägypten, Standorte in China und Indien sowie das kanadische Matane hinzu. Für Beschäftigte heißt das: Ein Job in der Produktentwicklung oder im Einkauf hat fast automatisch mit Kolleginnen und Kollegen auf mehreren Kontinenten zu tun.
Die Berufsbilder liegen entsprechend weit auseinander. In Schenkenzell arbeiten Holzmechanikerinnen und Schreiner an den Badmöbeln, in Hornberg begleiten Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik die Keramik durch den Brand. In den kaufmännischen und digitalen Bereichen sitzen Industriekaufleute, Fachinformatikerinnen und Mediengestalter. Ausgebildet wird im eigenen Haus, unter anderem in genau diesen Berufen. Wer dual studieren möchte, tut das in Zusammenarbeit mit der DHBW, etwa in BWL-Industrie oder Wirtschaftsinformatik. Für Masterabsolventinnen und -absolventen gibt es ein zweijähriges Trainee-Programm mit dem Ziel einer Führungslaufbahn.
Bezahlt wird nach dem Tarif der IG BCE. Dazu nennt Duravit auf der eigenen Karriereseite 30 Urlaubstage, flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten, eine betriebliche Altersvorsorge, Kantine sowie Zuschüsse zu Fitnessangeboten und Fahrtkosten. Eine Aufschlüsselung der Belegschaft nach einzelnen Standorten veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Wohin die Reise technisch geht, lässt sich in Kanada besichtigen. In Matane am Sankt-Lorenz-Strom brennt Duravit seit 2025 Sanitärkeramik vollständig elektrisch, mit Strom aus Wasserkraft. 102 Menschen arbeiten dort, bis 2027 sollen es 240 sein.
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