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Rund 5,5 Millionen Haushalte und Betriebe beziehen Strom oder Gas von der EnBW. Gut 31.500 Menschen sorgen dafür, dass das funktioniert: im Umspannwerk, auf der Offshore-Baustelle in der Nordsee, im Energiehandel in Karlsruhe. Der Konzern entstand 1997 aus dem Zusammenschluss von Badenwerk und Energie-Versorgung Schwaben und gehört heute zu den drei größten Energieunternehmen Deutschlands. Der Sitz ist bis heute Karlsruhe.
Das Geschäft reicht von der Erzeugung über die Netze bis zum Kunden. Die Tochter Netze BW betreibt allein rund 98.000 Kilometer Stromnetz und versorgt darüber 2,37 Millionen Netzkundinnen und Netzkunden (Netze BW, Stand April 2026); dazu kommen Gas- und Wasserleitungen und das Stuttgarter Trinkwassernetz. In der Nordsee, etwa 90 Kilometer nordwestlich von Borkum, entsteht mit He Dreiht ein Offshore-Windpark mit 960 Megawatt und 64 Turbinen, der im Sommer 2026 vollständig ans Netz gehen soll. Und wer ein Elektroauto fährt, kennt die Marke oft von der Raststätte: Mit mehr als 9.000 Schnellladepunkten betreibt EnBW das größte Schnellladenetz Deutschlands, bis 2030 sollen es 20.000 werden. Auch Breitband gehört dazu, über die Telekommunikationstochter in Baden-Württemberg.
Die Zahlen dahinter sind solide. 2025 lag der Außenumsatz bei 34,4 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) bei 5,1 Milliarden Euro; investiert wurden im selben Jahr 7,6 Milliarden Euro, rund 60 Prozent davon in Strom- und Gasnetze, darunter die Gleichstromtrasse SuedLink. Etwa zwei Drittel der Erzeugungskapazität stammen inzwischen aus erneuerbaren Energien, bis 2030 sollen es 75 bis 80 Prozent sein. Für Beschäftigte ist auch der Eigentümerkreis relevant: Das Land Baden-Württemberg und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke halten je rund 47 Prozent der Aktien (Stand 30.06.2026). Das ist eine ungewöhnlich langfristig orientierte Basis für Projekte, die über Jahrzehnte laufen. Über Deutschland hinaus arbeitet EnBW unter anderem in Dänemark, Frankreich und Schweden.
Entsprechend breit sind die Berufsbilder. Elektronikerinnen und Anlagenmechaniker halten Netze und Kraftwerke in Betrieb, Ingenieurteams planen Leitungen und Windparks, im Energiehandel und in der IT arbeiten Menschen an Prognosen und Systemen für einen Markt, der sich im Viertelstundentakt verändert. Der Nachwuchs kommt zu einem großen Teil aus dem eigenen Haus: 268 junge Menschen starteten 2024 bei EnBW und Netze BW in eine Ausbildung oder ein duales Studium, ausgebildet wird unter anderem in Biberach, Heilbronn und Stuttgart, der häufigste Ausbildungsberuf ist Elektroniker*in für Betriebstechnik. Duale Studierende wechseln im Dreimonatsrhythmus zwischen DHBW und Betrieb. Zu den Arbeitgeberleistungen zählen ein Mobilitätsangebot mit Nahverkehrsticket, Ladetarif und Dienstrad sowie Modelle für flexible Arbeitszeiten; einzelne Weiterbildungsprogramme benennt die Karriereseite allerdings nicht im Detail. Wer wissen will, wie sich das anfühlt, findet dort Berichte aus dem Einkauf, dem Recruiting und vom Bau des Offshore-Windparks.
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