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Den Goldbären gibt es seit 1922. Angefangen hat alles zwei Jahre früher in einer Bonner Hinterhof-Waschküche, mit einem Sack Zucker, einem Kupferkessel und einer Marmorplatte. Heute arbeiten rund 8.500 Menschen in 26 Ländern für HARIBO, die Zentrale steht in Grafschaft bei Bonn. 2020 hat das Familienunternehmen seinen hundertsten Geburtstag gefeiert.
Fruchtgummi und Lakritz sind das Kerngeschäft, dazu kommt die Zweitmarke MAOAM. Produziert wird unter anderem in Grafschaft, Bonn und Solingen, die Kaubonbons entstehen in Neuss. Dort baut HARIBO gerade neu. Rund 300 Millionen Euro fließen in ein Werk, das doppelt so groß werden soll wie das bisherige; der Bau startete 2025, die Produktion ist für 2028 geplant, und zu den 350 Beschäftigten in Neuss sollen etwa 100 weitere dazukommen (Reuters/Euronews, 28.05.2024). Das ist eine Standortentscheidung für Deutschland, getroffen in einem Umfeld hoher Energie- und Lohnkosten.
Entsprechend breit sind die Berufsbilder. An den Anlagen stehen Süßwarentechnologinnen, Maschinen- und Anlagenführer und Elektroniker für Betriebstechnik. In der Zentrale arbeiten Leute im Controlling und in der Corporate IT, und in den eigenen Fabrikverkäufen, etwa in Bonn-Bad Godesberg, Neuss oder Wilkau-Haßlau, steht Personal aus dem Einzelhandel hinter der Theke.
Ausgebildet wird seit über 70 Jahren, aktuell an fünf deutschen Standorten. Wer die Ausbildung zum Süßwarentechnologen macht, lernt, wie aus Zuckermasse ein Goldbär wird. Wer sich für die technische Schiene entscheidet, wird Mechatronikerin oder Fachinformatiker für Systemintegration. Daneben gibt es duale Studiengänge wie General Management im 2plus3-Modell, zwei Tage Hochschule, drei Tage Betrieb, mit Stationen im Controlling, im Marketing und in der Supply Chain.
Für Berufserfahrene nennt HARIBO Potential-Entwicklungs- und Senior Leadership Programme, Online-Trainings und Seminare zu Resilienz oder Projektmanagement, dazu internationale Wechsel innerhalb der Gruppe. Bei den Zusatzleistungen stehen flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten, betriebliche Altersvorsorge, Fahrradleasing, ein Betriebsarzt und ein Gesundheitsbonus von bis zu 600 Euro auf der Karriereseite. Und eine Nasch-Flatrate. Gehaltsbänder oder eine Aufschlüsselung der Belegschaft nach Standorten veröffentlicht das Unternehmen nicht.
1930 beschäftigte HARIBO 400 Menschen, damals kam auch der Satz auf, den heute jedes Kind mitsprechen kann. Gefertigt wird bis heute im Rheinland.
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