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Rund 29.400 Kilometer Stromleitungen liegen im Netzgebiet der N-ERGIE Netz GmbH, dazu Gasleitungen, Trinkwasserrohre und Fernwärme. Von Nürnberg aus betreuen rund 1.000 Beschäftigte ein Versorgungsgebiet von etwa 8.400 Quadratkilometern, das von der Würzburger Gegend im Norden bis Eichstätt im Süden reicht. Geht irgendwo ein Kabel kaputt, rückt jemand aus diesem Team aus. Damit zählt das Unternehmen zu den größten Verteilnetzbetreibern Deutschlands.
Die Gesellschaft nahm den Betrieb Anfang 2007 auf und gehört zu hundert Prozent der N-ERGIE Aktiengesellschaft. Die Strom- und Gasnetze pachtet sie von der Muttergesellschaft, Wasser- und Fernwärmeanlagen führt sie in deren Auftrag. Praktisch heißt das: Hausanschlüsse legen, Zähler betreuen, Störungen beheben, den Anschluss für die neue Wärmepumpe oder die PV-Anlage auf dem Dach herstellen.
Die Arbeit verändert sich dabei spürbar. Über 100.000 Anlagen für erneuerbare Energien speisen inzwischen in dieses Netz ein, und das Verteilnetz muss diese Mengen auch aufnehmen können. Bis 2030 investiert die N-ERGIE Netz nach eigenen Angaben rund 1,3 Milliarden Euro in das Stromnetz, geplant sind etwa 100 Maßnahmen, darunter die Ertüchtigung von 185 Kilometern Hochspannungsleitung. Wer hier einsteigt, arbeitet an Anlagen, die Jahrzehnte in Betrieb bleiben.
Zwei Berufsgruppen sucht das Unternehmen besonders offensiv: Elektrikerinnen und Elektriker sowie Ingenieurinnen und Ingenieure. Die einen sind im Umspannwerk, an der Freileitung und am Hausanschluss unterwegs, häufig mit eigenem Servicefahrzeug und Arbeitsbeginn von zu Hause aus. Die anderen planen Netzausbau, Schutztechnik und Umspannanlagen. Dazu kommen kaufmännische und organisatorische Stellen in Steuerung und Verwaltung, außerdem Plätze für Praktika und Werkstudierende.
Gearbeitet wird nicht nur in Nürnberg. Größere Standorte sind Weißenburg und Neusitz bei Rothenburg, dazu kommen zwölf kleinere Stützpunkte in der Region. Bezahlt wird nach dem Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V), mit 13 Monatsgehältern und 30 Urlaubstagen; mobiles Arbeiten ist je nach Aufgabe möglich, und Weiterbildungskosten übernimmt das Unternehmen, wenn sie für die Stelle nötig sind. Zur Offenheit gehört auch der Hinweis aus den eigenen Bewerbungs-FAQ: Im technischen Bereich fällt etwa alle fünf bis sechs Wochen Rufbereitschaft an, vertraglich vergütet.
Im Rücken steht ein großer kommunal geprägter Versorger. Der N-ERGIE Konzern beschäftigte 2025 rund 2.700 Menschen und erwirtschaftete 4,9 Milliarden Euro Umsatz, Mehrheitseigentümerin der Muttergesellschaft ist die Städtische Werke Nürnberg GmbH. Den Nachwuchs bildet die Gruppe selbst aus, etwa in dreieinhalb Jahren zum Elektroniker für Betriebstechnik am Standort Nürnberg-Sandreuth. Eigene Umsatzzahlen weist die Netzgesellschaft öffentlich nicht gesondert aus, sie gehen im Konzernabschluss auf. Am 29. Oktober 2025 ging das erweiterte Umspannwerk Winterschneidbach bei Ansbach ans Netz, rund 17 Millionen Euro teuer, acht Hochspannungsleitungen laufen dort zusammen, gebaut wurde bei laufendem Betrieb.
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