Arbeitgeber entdecken
Finde deinen nächsten Arbeitgeber.
Finde deinen nächsten Arbeitgeber.


Angefangen hat alles 1878 mit 14 Betten für kranke Kinder. Gestiftet hat sie der Gubener Hutfabrikant Friedrich Wilke. Heute versorgt das Krankenhaus am Naëmi-Wilke-Stift jedes Jahr über 4.000 stationäre Patientinnen und Patienten, und im selben Haus arbeiten Erzieherinnen, Familienberater und ambulante Pflegekräfte. Guben liegt an der Neiße, direkt an der polnischen Grenze, und das Stift ist eine der tragenden Säulen der Gesundheitsversorgung in dieser Ecke der Niederlausitz.
Drei Fachabteilungen tragen den Klinikbetrieb: Orthopädie, Chirurgie und Innere Medizin. Am stärksten ausgelastet ist die Orthopädie mit rund 2.200 Behandlungsfällen im Jahr. Das angeschlossene EndoProthetikZentrum ist seit vielen Jahren die regionale Adresse für künstliche Hüft-, Knie- und Schultergelenke, dazu kommen Anästhesie, Radiologie und ein Notfallzentrum. Das Haus arbeitet mit 149 Betten und zwölf teilstationären Plätzen, in der direkten Patientenversorgung sind rund 88 Pflegevollkräfte im Einsatz (Bundes-Klinik-Atlas, Stand 2026). Dass die Klinik für die Region unverzichtbar ist, zeigt sich auch daran, dass sie einen Sicherstellungszuschlag erhält.
Seit dem 1. Mai 2025 gehören Krankenhaus und Gesundheitszentrum zur neu gegründeten Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben gGmbH und damit zum Unternehmensverbund des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin. Rund 350 Beschäftigte sind mit übergegangen. Der Verbund betreibt Kliniken außerdem in Luckau, Ludwigsfelde, Frankfurt (Oder) und Halle an der Saale; Guben ist der fünfte Krankenhausstandort. Ein überschaubares Haus, hinter dem eine gewachsene Trägergruppe steht.
Wer hier anfängt, trifft auf ein breites Berufsspektrum. Fachärztinnen für Orthopädie, Gastroenterologie oder Anästhesie stehen im OP und auf den Stationen, im Gesundheitszentrum behandeln Physiotherapeuten, Logopädinnen und Ergotherapeuten ambulant weiter. Ausgebildet wird im Haus selbst: Die generalistische Pflegeausbildung dauert drei Jahre und startet jeden Oktober, die einjährige Ausbildung zur Krankenpflegehilfe beginnt im April oder Oktober. Operations- und Anästhesietechnische Assistenz bildet das Stift gemeinsam mit der MUL-CT Cottbus und dem Familiencampus Klettwitz aus. Berufserfahrene können sich berufsbegleitend weiterqualifizieren, etwa in der Intensiv- und Anästhesiepflege oder als Praxisanleiterin. Auch Praktika und Freiwilligendienste sind möglich.
Die Stiftung selbst besteht weiter. Sie ist eine kirchliche Stiftung im Bereich der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, war lange Diakonissen-Mutterhaus und ist bis heute Mitglied im Kaiserswerther Verband. Zu ihr gehören die Erziehungs- und Familienberatungsstelle im Haus Elisabeth, die Diakonie-Sozialstation mit ambulanter Pflege und die Kindertagesstätte. Wie viele Menschen für Stiftung und gGmbH zusammen arbeiten, veröffentlicht das Stift nicht. Die Kita wurde 1879 gegründet, bietet 99 Plätze und ist damit die älteste staatlich anerkannte Kindertagesstätte in freier Trägerschaft in Guben und im Landkreis Spree-Neiße.
Echte Erfahrungen von Bewerber:innen und Mitarbeitenden.
Noch keine Erfahrungsberichte – teile als erste:r deine Erfahrung.
