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Im August 2025 haben 19 junge Menschen an der Universität Leipzig ihre Berufsausbildung begonnen, in elf verschiedenen Berufen von der Tierpflege bis zur Fachinformatik. Sie sind ein kleiner Teil einer großen Belegschaft: Rund 5.650 Menschen arbeiteten hier im Jahr 2024. Gelehrt und geforscht wird an dieser Adresse seit 1409.
Die Universität Leipzig ist eine Volluniversität, und das prägt den Arbeitsalltag. Über 30.000 Studierende verteilen sich auf rund 150 Studiengänge, getragen von etwa 450 Professuren in 14 Fakultäten. Theologie wird hier gelehrt, Zahnmedizin ebenso. Die Veterinärmedizinische Fakultät ist eine von nur fünf tierärztlichen Bildungsstätten in ganz Deutschland und betreibt vier eigene Tierkliniken, getrennt nach Kleintieren, Pferden, Klauentieren sowie Vögeln und Reptilien. Wer dort arbeitet, behandelt echte Patienten.
Der zweite große Bereich ist die Forschung. 228,1 Millionen Euro kamen 2024 an Drittmitteln herein, und dieses Geld finanziert Stellen. Am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in der Puschstraße geht es um Artenvielfalt, am Data Science Center ScaDS.AI Leipzig um Künstliche Intelligenz und große Datenmengen; es gehört zum nationalen KI-Kompetenzzentrum ScaDS.AI Dresden/Leipzig. Am Forschungszentrum Global Dynamics in der Nikolaistraße arbeiten Beschäftigte aus mehreren Fakultäten an Fragen der Globalisierung zusammen.
Mehr als 2.300 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen und lehren an der Universität. Daneben hält ein großer technischer und administrativer Apparat den Betrieb am Laufen. Im Botanischen Garten stehen Gärtnerinnen, am Lehr- und Versuchsgut Oberholz Landwirte, und im Universitätsrechenzentrum betreuen Fachinformatiker die IT von mehr als 130 Instituten und über 20 zentralen Einrichtungen.
Ausgebildet wird im eigenen Haus, dual nach dem Berufsbildungsgesetz. Je nach Beruf dauert die Lehre drei bis dreieinhalb Jahre und startet im August oder September, vom Biologielabor über die Elektrotechnik bis zur Universitätsbibliothek. Träger ist das Land Sachsen: Die Universität Leipzig ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in der Ritterstraße 26 und untersteht dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Geleitet wird sie von Rektorin Prof. Dr. Eva Inés Obergfell. Einzelne Zusatzleistungen führt die Universität öffentlich nicht gebündelt auf; Näheres steht jeweils in den Stellenausschreibungen.
61 Prozent der Studierenden sind Frauen, rund zwölf Prozent kommen aus dem Ausland. Über 7.400 fangen jedes Jahr neu an.
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