Am Silberpalais 1
47057 Duisburg
Deutschland

Rund 4,5 Millionen Tonnen Stahl und Metall hat Klöckner & Co im Geschäftsjahr 2025 abgesetzt. Das meiste davon verlässt die Lager nicht als Rohware, sondern gesägt, gespalten oder auf Maß geschnitten. Über 60.000 Kunden bestellen dort, viele davon kleinere und mittlere Betriebe aus dem Maschinen- und Anlagenbau und der Bauindustrie. Gearbeitet wird an rund 110 Standorten in Europa und Nordamerika.
Der Konzern kauft Stahl, Edelstahl und Aluminium bei den Werken ein und liefert an Betriebe weiter, die daraus etwas bauen. Produzentenunabhängig heißt dabei: Klöckner & Co gehört keinem Stahlhersteller und entscheidet frei, wo eingekauft wird. Rund 154.000 Produkte umfasst das Sortiment. 6,4 Milliarden Euro Umsatz standen für 2025 in den Büchern, das operative Ergebnis vor wesentlichen Sondereffekten stieg auf 171 Millionen Euro (Konzernmeldung vom 11. März 2026).
Gearbeitet wird unter mehreren Namen. Zur Gruppe gehören Debrunner Koenig in der Schweiz, Becker Stahl-Service in Deutschland und Kloeckner Metals in den USA und Mexiko. Mit kloeckner.i unterhält der Konzern außerdem eine eigene Digitaleinheit, die an Shop- und Plattformlösungen für das Stahlgeschäft arbeitet. Über 6.000 Menschen sind konzernweit beschäftigt, allein bei Kloeckner Metals Germany rund 800 an 17 deutschen Standorten.
Das bringt sehr unterschiedliche Berufe unter ein Dach. Im Lager bewegen Fachkräfte für Lagerlogistik das Material, an den Anlagen stehen Maschinen- und Anlagenführerinnen, und im Vertrieb sprechen Kaufleute für Groß- und Außenhandel täglich mit den Werkstätten der Kunden. Ausgebildet wird in vier Berufen, tariflich vergütet, mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld, 30 Urlaubstagen und dem Deutschlandticket für 9,80 Euro im Monat. "Wir bilden für den eigenen Bedarf aus", schreibt das Unternehmen auf seiner Ausbildungsseite. Wer bleibt, kann die Kloeckner Academy nutzen; Fort- und Weiterbildung samt Sprachunterricht gehören nach Unternehmensangaben zum Programm. Eine konzernweite Auflistung aller Zusatzleistungen veröffentlicht Klöckner & Co allerdings nicht, die steht bei den Landesgesellschaften.
Ein Thema zieht sich durch das ganze Geschäft: Unter der Marke Nexigen bündelt der Konzern Stahl mit reduziertem CO2-Fußabdruck. Seit dem 3. Juni 2026 hält der US-Konzern Worthington Steel rund 62 Prozent der Anteile, der selbst 37 Werke betreibt und etwa 6.000 Menschen beschäftigt. Angefangen hat alles 1906, mit einem Eisenhandel von Peter Klöckner an der Mercatorstraße in Duisburg. Die Konzernzentrale sitzt seit Anfang 2025 in Düsseldorf.
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