Graben 5
4020 Linz
Österreich

TeamViewer Austria GmbH sitzt am Graben mitten in Linz und entwickelt Software für einen börsennotierten Konzern, dessen Plattform weltweit mehr als 620.000 Kunden nutzen. Der Standort war zuerst ein eigenes Linzer Start-up: 2018 als Chatvisor gegründet, später unter dem Namen Xaleon bekannt, seit Jänner 2021 Teil von TeamViewer. Der Firmenname hat gewechselt. Entwickelt wird weiter in Linz.
Was TeamViewer macht, kennen viele aus dem Arbeitsalltag. Ein Rechner streikt, jemand aus der IT schaltet sich aus der Ferne auf und löst das Problem. Seit 2005 baut das Unternehmen mit Sitz im deutschen Göppingen genau diese Fernzugriffstechnik und hat sie über die Jahre erweitert: Geräteverwaltung in großen Firmennetzen, Fernwartung von Maschinen und Anlagen, Anwendungen für Datenbrillen in Lager und Werkstatt. Eingesetzt wird das quer durch die Branchen, vom Autohersteller bis zum Krankenhaus, vom Kleinbetrieb bis zum Industriekonzern.
Die Linzer Spezialität ist der Kundendialog im Netz. Kerntechnik ist das Co-Browsing: Eine Beraterin sieht mit Zustimmung des Kunden dessen Browserfenster und führt ihn durch ein Online-Formular, ohne dass jemand etwas installieren muss. Dazu kamen Live-Chat, Videochat und elektronische Unterschriften für Vertragsabschlüsse. TeamViewer war zuerst Partner der Linzer, dann Käufer, und begründete die Übernahme im Jänner 2021 offen mit dem großen Kundeninteresse an dieser Funktion. Heute steckt die Technik im Konzernprodukt TeamViewer Engage.
Hinter dem Standort steht damit ein Unternehmen von einiger Größe. Rund 1.900 Menschen arbeiten weltweit für TeamViewer, der Umsatz lag 2025 bei etwa 768 Millionen Euro, die Aktie notiert im SDAX an der Frankfurter Börse. Linz ist eines von rund einem Dutzend Büros und steht auf der Karriereseite neben Göppingen, Porto, Austin, Mumbai und Adelaide. Alleineigentümerin der österreichischen GmbH ist die TeamViewer Germany GmbH.
Gesucht wird in Linz vor allem in der Entwicklung. Java- und Software-Engineering gehören dazu, Data Engineering rund um KI-Anwendungen, Teamleitungen in der Softwareentwicklung, dazu Werkstudentenstellen für Wirtschaftsinformatik. Ausgeschrieben wird auf Englisch, gearbeitet wird mit Kolleginnen und Kollegen an anderen Standorten. Wie viele Beschäftigte genau in Linz sitzen, veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Die Arbeitsweise beschreibt der Konzern mit flachen Hierarchien und offener Tür. Neue Mitarbeitende starten mit einem globalen Onboarding und einem Buddy an der Seite, Weiterbildung läuft unter anderem über LinkedIn Learning, hybride Modelle sind vorgesehen, dazu kommen Mitarbeitendennetzwerke etwa für Female Empowerment oder Klimaschutz. Ein kurzer Blick darauf, woran die Arbeit hängt: Die Plattform hat inzwischen mehr als eine Million KI-gestützte Support-Sitzungen gezählt, allein 300.000 davon in einem einzigen Monat.
Graben 5
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