Landshuter Straße 100
84137 Vilsbiburg
Deutschland

Rund 60.000 Menschen arbeiten für die DRÄXLMAIER Group. Bis Mai 2025 hieß das Unternehmen Fritz Dräxlmaier GmbH & Co. KG; seither firmiert derselbe Rechtsträger als DRÄXLMAIER Group SE & Co. KG, mit unverändertem Sitz in Vilsbiburg in Niederbayern. Gebaut werden dort Bordnetze, Fahrzeuginterieurs und Batteriesysteme für Premium-Automarken. Angefangen hat alles 1958, mit Fritz und Lisa Dräxlmaier senior.
Ein einziges Fahrzeugmodell kann bis zu 2.200 Leitungsvarianten brauchen. Genau solche Kabelsysteme, die Strom und Daten durch das ganze Auto verteilen, entwickelt und fertigt DRÄXLMAIER selbst, samt der Verteiler- und Kontaktsysteme dahinter. Der zweite große Bereich ist der Innenraum, also Türverkleidungen, Mittelkonsolen, Oberflächen und Lichtinszenierungen. Der dritte ist die Elektromobilität, von Batteriesystemen zwischen 48 und 800 Volt bis zur Ladetechnik. Das Unternehmen ist bis heute in Familienhand. Friedrich Dräxlmaier steht dem Verwaltungsrat vor, die operative Führung liegt bei Stefan Brandl und vier weiteren Geschäftsführern.
Nach eigenen Angaben kam die Gruppe 2025 auf 5,0 Milliarden Euro Umsatz. Sie ist an mehr als 60 Standorten in über 20 Ländern vertreten. Die meisten Beschäftigten arbeiten in Mexiko, China und Tunesien, wo die großen Werke stehen. In Österreich gehört die EKB Elektro- und Kunststofftechnik GmbH in Braunau am Inn zur Gruppe. Entwicklung in Niederbayern, Fertigung in Übersee, dazwischen viel Abstimmung über Zeitzonen hinweg.
Die Aufgabenfelder gehen weit über die Fertigung hinaus. In der Entwicklung entstehen Batterie- und Elektronikarchitekturen; in Test & Validierung landen Bauteile in Klimakammern und auf Rüttelprüfständen, bis feststeht, dass sie ein Autoleben lang halten. Wer lieber rechnet als schraubt, findet Rollen im Einkauf oder im Controlling, dazu kommen laufend Stellen in der IT. Ausgebildet wird im eigenen Haus, und das in großem Stil: über 1.200 junge Leute weltweit, in Deutschland etwa zu Mechatronikerinnen, technischen Produktdesignern oder Fachinformatikern. Vilsbiburg ist dabei der größte Ausbildungsstandort, gefolgt von Landau an der Isar, München und Leipzig.
Das Top Employers Institute hat DRÄXLMAIER 2025 zum 17. Mal in Folge zertifiziert. Für sein Weiterbildungskonzept gab es im selben Jahr den eLearning AWARD in der Kategorie Nachhaltigkeit. Wie viele Beschäftigte auf den österreichischen Standort entfallen, weist das Unternehmen öffentlich nicht aus.
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