Juchostraße 20
44143 Dortmund
Deutschland

Wer eine Flasche Bier, ein Mineralwasser oder eine Dose Limonade öffnet, hält oft ein Produkt in der Hand, das über eine Anlage von KHS gelaufen ist. Das Unternehmen baut die Maschinen und ganzen Linien, die Getränke in PET-Flaschen, Glas, Dosen und Fässer füllen, etikettieren und verpacken. 5.769 Mitarbeitende erwirtschafteten damit 2025 einen Umsatz von rund 1,649 Milliarden Euro. Die Wurzeln reichen bis 1868 zurück.
Kunden sind Brauereien, Mineralbrunnen, Molkereien und Safthersteller rund um den Globus, dazu Betriebe aus dem Non-Food-Bereich. Eine Abfülllinie ist kein Katalogprodukt: Sie wird geplant, konstruiert, im Werk aufgebaut, wieder zerlegt, verschifft und beim Kunden in Betrieb genommen. Genau daraus ergibt sich die Bandbreite der Berufe. In den Werkshallen stehen Zerspanungsmechanikerinnen und Elektroniker für Automatisierungstechnik an den Maschinen, in den Büros entwerfen Konstrukteure die nächste Füllergeneration und Softwareentwickler die Steuerung dazu, und im Service reisen Technikerinnen zu Anlagen, die längst in Übersee laufen.
Produziert wird an fünf deutschen Standorten. Die Zentrale sitzt in Dortmund, ein zweites großes Werk in Bad Kreuznach, weitere Fertigungen gibt es in Kleve, Worms und Hamburg. Dazu kommen eigene Produktionsstätten in den USA, Mexiko, Brasilien, Indien und China. Service leistet KHS an über 70 Standorten weltweit, die Belegschaft kommt aus mehr als 80 Nationen. Für Bewerberinnen und Bewerber aus Österreich gibt es mit der KHS Austria GmbH in Wiener Neudorf eine eigene Gesellschaft, die bereits seit 1983 im Firmenbuch steht.
Eigentümerin ist die börsennotierte Salzgitter AG, zu der KHS seit 2007 gehört. Innerhalb des Konzerns ist KHS das Schwergewicht des Technologiebereichs und steuert dort rund 90 Prozent des Umsatzes bei. Investiert wird weiter: In Hamburg entsteht für die Plasmax-Beschichtungstechnik eine eigene Halle mit rund 4.300 Quadratmetern, über elf Millionen Euro fließen hinein, in Betrieb gehen soll sie im Frühjahr 2027.
Der Einstieg ist auf mehreren Wegen möglich. KHS bildet selbst aus, etwa zum Mechatroniker oder zur Elektronikerin für Automatisierungstechnik, und bietet duale Studiengänge wie Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik jeweils in Kombination mit einer Berufsausbildung an. Werkstudierende, Berufseinsteigerinnen und erfahrene Fachkräfte finden ebenfalls Stellen. Zur Weiterbildung nennt das Unternehmen auf seiner Karriereseite den KHS Campus, dazu flexible Arbeitszeiten, Gesundheitsangebote und Beiträge zur Altersvorsorge. Wie sich die Belegschaft auf die einzelnen Standorte verteilt, veröffentlicht KHS nicht.
Entstanden ist das Unternehmen 1993 aus der Fusion zweier alter Maschinenbauer: Holstein & Kappert, 1868 in Dortmund gegründet, und der Seitz-Werke aus Bad Kreuznach von 1887. An beiden Orten wird bis heute gefertigt.
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