
Wenn beim Neujahrskonzert die Kameras laufen oder an der Formel-1-Strecke die Teams über Funk sprechen, steckt dahinter oft Technik, die in Wien mitentwickelt wurde. Riedel Communications Austria GmbH baut die Funk- und Datennetze, über die bei Live-Übertragungen und Großveranstaltungen Bild, Ton und Sprache in Echtzeit zusammenlaufen. Der Standort in Wien-Meidling ist seit 1998 aktiv. Heute ist er der zweitgrößte des Unternehmens weltweit.
Los ging es in Österreich mit einem großen Auftrag für den ORF und der Übernahme eines kleinen Elektronikbetriebs. Aus diesem Start wurde der wichtigste Entwicklungsstandort der Gruppe. Zwei der drei zentralen Produktfamilien entstanden hier: MediorNet überträgt Video und Daten über Glasfaser, und das drahtlose Intercom-System Bolero wurde ebenfalls in Wien entwickelt. Ergänzt wird das durch das digitale Matrix-Intercom Artist, das Kernprodukt des Unternehmens. Solche Systeme sorgen dafür, dass bei einer Übertragung oder einem Event alle Beteiligten in Echtzeit miteinander sprechen und Signale sicher übertragen werden.
Gearbeitet wird an Hard- und Software. Entwicklerinnen und Entwickler tüfteln an Funkstrecken und Glasfaser-Übertragung, im Vertrieb und im Bereich Managed Technology betreut das Team Kunden und Live-Einsätze. Von Wien aus steuert das Unternehmen außerdem das Geschäft in Mittel- und Osteuropa; die Verantwortung reicht über 17 Märkte. Rund 40 Menschen arbeiten am Standort in einem international zusammengesetzten Team, und der österreichische Umsatz hat sich seit 2020 verdoppelt (aba.gv.at). Die Muttergesellschaft wurde 1987 im deutschen Wuppertal von Thomas Riedel gegründet und beschäftigt heute weltweit über 800 Mitarbeitende.
Riedel-Technik ist bei Formel-1-Rennen, Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften im Einsatz, aber auch näher an Wien: beim Neujahrskonzert und im Burgtheater. Gerade dort zählt Verlässlichkeit, weil auch die Sicherheit von Menschen an der Kommunikation dahinter hängt.
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Österreich