Industriering 11
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Österreich

Ein Patient wird aufgenommen, kurz darauf steht sein OP-Termin im System, am Ende geht die Rechnung an die Kasse. Software von PCS Professional Clinical Software hält diese Kette in Krankenhäusern zusammen. Gebaut wird sie in Klagenfurt, seit 1987. Genutzt wird sie längst nicht nur in Österreich.
Das Kernprodukt heißt PATIDOK und deckt ab, was ein Krankenhausinformationssystem können muss, von der Aufnahme bis zur Abrechnung. Rundherum entwickelt PCS Programme für die Pflegedokumentation, für Labor und Pathologie, für die webbasierte Verwaltung von Blutbanken und für Apothekenroboter, die Medikamente kommissionieren. Ein jüngeres System namens HAIDI durchsucht Klinikdaten nach Hinweisen auf Infektionen, die sich Patientinnen und Patienten erst im Spital zuziehen. Kunden sind Kliniken und Fachkliniken, Reha-Einrichtungen, Pflegeheime und Apotheken.
Seit 2017 gehört PCS zur GPI-Gruppe mit Sitz im italienischen Trient, die europaweit mehr als 6.000 Menschen beschäftigt. Klagenfurt ist darin kein Vertriebsableger. Von Kärnten aus verantwortet PCS die Märkte von GPI Central & Eastern Europe: Deutschland und die Schweiz gehören dazu, Polen und Ungarn ebenso, und selbst die skandinavischen Märkte werden von hier aus betreut. Wer in Projekten oder im Consulting arbeitet, hat es deshalb regelmäßig mit Häusern jenseits der Grenze zu tun.
Wie ernst es dem Unternehmen mit dem Standort ist, zeigte der November 2024. Am Industriering bezog PCS ein neues Headquarter, an dem vom ersten Konzept bis zur Fertigstellung zweieinhalb Jahre gearbeitet wurde und in das nach Angaben der Kärntner Regionalpresse rund zwei Millionen Euro flossen. Einen zweiten Standort gibt es in Wien. Eine offizielle Mitarbeiterzahl nennt PCS selbst nicht, auf karriere.at ist die Belegschaft mit 51 bis 100 Personen angegeben.
Gesucht werden vor allem Software Engineers und Consultants, sechs bis zehn Stellen pro Jahr. Neben erfahrenen Fachkräften spricht PCS ausdrücklich Absolventinnen, Absolventen und Studierende an und arbeitet dafür mit der FH Kärnten und der Universität Klagenfurt zusammen, samt Study-and-Work-Modellen. Wer neu anfängt, lernt zuerst im Arbeitsalltag mit, weitergebildet wird danach über die PCS Akademie. Gearbeitet wird in Gleitzeit ohne Kernzeit, Teilzeit inklusive.
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