Maria Trost 21
56070 Opfenbach
Deutschland

Rund 20 Millionen Patientenkontakte laufen nach Unternehmensangaben jeden Tag über Software von CompuGroup Medical. Ein großer Teil davon wird in Deutschland entwickelt und betreut. Die CompuGroup Medical Deutschland AG mit Sitz in Koblenz beschäftigt über 4.000 Menschen und baut die Programme, mit denen Arztpraxen, Apotheken und Kliniken ihren Tag organisieren, vom E-Rezept bis zur Abrechnung.
Die Produktnamen kennen viele Praxisteams besser als den Firmennamen. Auf den Bildschirmen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte laufen CGM ALBIS, MEDISTAR oder CGM M1 PRO, in Zahnarztpraxen CGM Z1 PRO, in Apotheken die Software von CGM LAUER. Dazu kommt die Technik dahinter, etwa Komponenten der Telematikinfrastruktur, über die Praxen verschlüsselt mit Krankenkassen und Kliniken kommunizieren. Auch Krankenhäuser, Labore und Pflegedienste arbeiten mit Systemen aus dem Haus.
Hinter der deutschen Gesellschaft steht die CompuGroup Medical SE & Co. KGaA, ebenfalls in Koblenz ansässig. Der Konzern arbeitet seit 1987 an der Digitalisierung des Gesundheitswesens, unterhält eigene Standorte in 19 Ländern und verkauft seine Produkte in 60. Für 2025 meldete das Unternehmen am 24. Februar 2026 einen Umsatz von 1,213 Milliarden Euro bei durchschnittlich 8.723 Beschäftigten. Das Geschäft ist wenig konjunkturabhängig. Eine Arztpraxis braucht ihre Software an jedem Werktag.
Rund 23 Prozent des Konzernumsatzes fließen nach Unternehmensangaben in Forschung und Entwicklung, weltweit arbeiten dort mehr als 2.700 Beschäftigte. Wer hier entwickelt, sieht das Ergebnis vergleichsweise schnell im Einsatz. 2025 gewann CGM die Ausschreibung für die Praxissoftware des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, startete mit CGM PRAXIS ein cloudbasiertes Arztinformationssystem und erhielt die Zulassung für den CGM TI-Messenger. Neben der Entwicklung entsteht viel Arbeit rund um das Produkt, etwa im Anwendersupport, im Projektmanagement bei Praxis- und Klinikeinführungen oder im Vertrieb.
Ausgebildet wird im eigenen Haus: unter anderem Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und Systemintegration sowie Kaufleute für IT-System-Management. Für Berufserfahrene stellt das Unternehmen Lernplattformen wie Udemy und LinkedIn Learning bereit. Stellen innerhalb Deutschlands sind hybrid angelegt, dazu kommen flexible Arbeitszeiten, betriebliche Altersvorsorge und Bike-Leasing. Wie sich die Belegschaft auf die deutschen Standorte verteilt, veröffentlicht das Unternehmen nicht; neben der Zentrale in Koblenz nennt die Karriereseite unter anderem Oberessendorf und Höxter. Den praxisintegrierten Bachelor Software Engineering (Healthcare) bietet CGM gemeinsam mit der Hochschule Koblenz ausschließlich am Standort Koblenz an.
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