Bechtle beschäftigt in Österreich mehr als 560 IT-Fachleute. Sie beschaffen Hard- und Software für Unternehmen und Behörden, bauen Netzwerke und Rechenzentren auf und halten sie danach oft selbst am Laufen. Die Gesellschaft sitzt in Wien-Meidling, steht seit 1994 im Firmenbuch und trägt seit 2009 den Namen Bechtle, seit 2024 als Bechtle Austria GmbH. Hinter ihr steht die börsennotierte Bechtle AG.
Das Geschäft hat zwei Seiten. Die eine ist der Handel. Notebooks, Server, Lizenzen und Zubehör laufen über ein eigenes Online-Beschaffungssystem, mit dem Einkaufsabteilungen ihre Bestellungen digital abwickeln. Die andere Seite ist die Beratung, und sie ist anspruchsvoller: Hier planen Kolleginnen und Kollegen Rechenzentren, bauen Cloud-Umgebungen auf, sichern Netzwerke ab und übernehmen anschließend häufig den laufenden Betrieb. Ein Cyber Defense Center ist rund um die Uhr erreichbar, für den Fall, dass bei einem Kunden gerade ein Angriff läuft.
Die Kunden kommen aus Industrie und Verwaltung. Als gelisteter Partner der Bundesbeschaffung beliefert Bechtle auch öffentliche Auftraggeber, über die europäische Rahmenvereinbarung OCRE zusätzlich Forschung und Bildung. Solche Verträge laufen über Jahre. Ein guter Teil der Arbeit ist dadurch planbar.
Der Sitz liegt in Wien. Wer nicht in die Hauptstadt will, findet Kolleginnen und Kollegen ebenso in Innsbruck, in Graz oder in Götzis in Vorarlberg; neun Standorte sind es insgesamt, verteilt über die wichtigsten Wirtschaftsregionen des Landes. Drei Töchter ergänzen das Bild. Dataformers entwickelt Software für IoT- und Machine-Learning-Projekte, Bechtle PLM betreut Konstrukteure, die täglich mit SOLIDWORKS arbeiten.
Technik ist nicht das einzige Berufsfeld. Allein in den Professional Services arbeiten über 150 Fachleute, als Projektleiterinnen, Consultants oder Business Architects, und daneben tragen Vertrieb, Einkauf und Finanzen das Tagesgeschäft. Auch ohne Berufserfahrung kommt man herein: In Traun schreibt das Unternehmen eine Lehrstelle als Bürokauffrau oder Bürokaufmann aus, 1.026 Euro brutto im ersten Lehrjahr nach Kollektivvertrag 2026. Für die Weiterbildung danach gibt es den konzerneigenen Learning Campus.
Der Rückhalt aus der Gruppe lässt sich beziffern. Zum 31. Dezember 2025 arbeiteten konzernweit 16.360 Menschen für Bechtle, an über 120 Standorten in 14 europäischen Ländern, bei 6,4 Milliarden Euro Umsatz im selben Jahr. Für Österreich nennen einzelne Standortseiten noch über 400 Beschäftigte, der Länderüberblick mehr als 560. Gewachsen ist das Haus in jedem Fall: 1994 kam es als EDV-Handelsgesellschaft mit einem Büro ins Firmenbuch.