Post-Doc (m/w/d) Graslandschaften und Viehhaltungssysteme

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Post-Doc (m/w/d) Graslandschaften und Viehhaltungssysteme

04.08.2023, Wissenschaftliches Personal

Die Professur für Livestock Systems an der TUM School of Life Sciences in Freising sucht eine/n Post-Doc (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit, der sich mit der Wiederherstellung von Grünland beschäftigt. Unser Ziel ist es, das Verständnis der Kompromisse zwischen Produktion, Verringerung und Erhaltung in viehbasierten Systemen und innovative Mechanismen zu identifizieren, die das Management dieser Systeme auf Landschaftsebene zu unterstützen

Unsere Gruppe kombiniert empirische Arbeit (mit Experimenten im Feld und im Labor) und Modellierungstechniken. Der Schwerpunkt dieser Post-DocStelle liegt auf der Erstellung empirischer Datensätze für Viehhaltungssysteme in Ostafrika und in den Subtropen Lateinamerikas. Im Rahmen des Forschungsprogramms werden die Produktivität von Grasland, die Nährstoffvorräte und -kreisläufe sowie deren Beziehung zur biologischen Vielfalt untersucht. Wir führen Feldversuche durch, um zu verstehen, wie die Beweidung die Produktivität und Stabilität tropischer und subtropischer Grasländer beeinflusst, und um Indikatoren für einen frühen Erfolg der Wiederherstellung zu ermitteln. Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit Partnern in Europa, dem argentinischen Nationalen Forschungsrat (CONICET) und dem International Livestock Research Institute (ILRI) mit Sitz in Kenia und dessen Netzwerk von Forschungspartnern durchgeführt.

Aufgaben

Planung und Durchführung von Experimenten in verschiedenen Maßstäben, von Laborversuchen mit Boden-Pflanzen-Systemen, einschließlich Mikro- und Mesokosmen unter verschiedenen Umweltbedingungen, bis hin zu großen Feldversuchen mit wilden und heimischen Weidegängern. In diesen Experimenten werden Hypothesen zu den Auswirkungen auf den Nährstoffkreislauf von Weidevieh mit unterschiedlicher Körpergröße, Weidegewohnheiten und Weidedauer unter unterschiedlichen Boden- und Umweltbedingungen getestet. Sie werden mit Modellierern zusammenarbeiten, um empirische und neue Erkenntnisse zu integrieren, um das Verständnis der Funktionsweise tropischer und subtropischer Grasländer zu verbessern.

Ihr Profil

  • Hochschulabschluss (M.Sc.) und Promotion in Agrarwissenschaften, Biologie, Ökologie, Umweltwissenschaften oder einem verwandten Gebiet.
  • Gründliches Verständnis der Prozesse, die die Produktivität von Grünland, den Nährstoffkreislauf und die Prozesse, die zur Verschlechterung des Grünlands führen, bestimmen.
  • Erfahrung in der Durchführung von Experimenten (Feld und Labor). Erfahrung in der Durchführung von Arbeiten in Übersee (Afrika oder Lateinamerika) ist wünschenswert.
  • Erfahrung in der Durchführung statistischer Analysen experimenteller Datensätze und gute analytische Fähigkeiten (Kenntnisse in R, Python oder Matlab).
  • Der Laufbahnphase angemessene Veröffentlichungen mit jüngeren Erstveröffentlichungen.
  • Interesse an interdisziplinären Ansätzen.
  • Gute Sprachkenntnisse (Englisch in Wort und Schrift) und Präsentationsfähigkeiten.
  • Fähigkeit, im Team zu arbeiten, mit effektiven zwischenmenschlichen Kommunikationsfähigkeiten.
  • Bereitschaft zur Mitarbeit bei der Betreuung von BSc-, MSc- und PhD-Arbeiten.

Unser Angebot

Wir bieten eine interessante und herausfordernde Tätigkeit in einem motivierenden und wachsenden internationalen Team der Professur für Livestock Systems der TUM. Die Professur verfügt über ein breites Netzwerk in ganz Europa (z.B. Lancaster University, The University of Manchester, Wageningen University, Universität Gießen, Universität Göttingen, GFZ Potsdam, University of Galway), Afrika und Amerika. Die Professur für Livestock Systems wurde an der TUM neu eingerichtet und umfasst mehrere Postdocs, Doktoranden und technische Mitarbeiter. Das Team arbeitet an verschiedenen Themen, darunter Analysen der Produktivität, des Nährstoff- und Wasserkreislaufs in Tierhaltungssystemen, der Wiederherstellung von Grünland, der Treibhausgasemissionen von Tierhaltungssystemen und der Auswirkungen globaler Veränderungen auf Nutzpflanzen- und Tierhaltungssysteme. Von dem erfolgreichen Bewerber (m/w/d) wird erwartet, dass ein eigenes Forschungsprofil entwickelt wird und sich um Forschungsmittel beworben wird. Die Lehrverpflichtung richtet sich nach dem Bayerischen Hochschulgesetz und umfasst Lehrveranstaltungen zu Tierhaltung und Grünland (5 Stunden/Woche). Freising ist eine charmante Universitätsstadt in der Nähe der pulsierenden Stadt München, sehr gut mit dem Zug erreichbar (ca. 30 Minuten) und ein idealer Ausgangspunkt, um die bayerischen Alpen und den Rest Deutschlands zu erkunden. Die Stelle ist vorerst auf drei Jahre befristet, kann aber auf bis zu sechs Jahre verlängert werden. Die Arbeitszeiten sind flexibel. Die Beschäftigung erfolgt mit entsprechender Vergütung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L E13). Die Hochschule strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an. Qualifizierte Frauen werden deshalb nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung und Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Kontakt

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit einem kurzen Motivationsschreiben, aus dem Ihr Interesse und Ihre Eignung für diese Stelle hervorgehen, Lebenslauf, Zeugnissen und den Kontaktdaten von zwei Referenzen bis zum 03.09.2023 an die Technische Universität München Professur für Livestock Systems Liesel-Beckmann Straße 4 85354 Freising Tel: +49 (0)8161 / 71 – 5483 E-Mail: office.lsys@ls.tum.de.

Wenn Sie sich per E-Mail bewerben, senden Sie bitte alle Unterlagen in einem einzigen PDF-Dokument.

Fragen zur Stelle richten Sie bitte an Prof. Mariana Rufino (mariana.rufino@tum.de).

Weitere Information über die Professur für Livestock Systems finden Sie unter https://www.lss.ls.tum.de/lsys/home/

Die Stelle ist für die Besetzung mit schwerbehinderten Menschen geeignet. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt.

Hinweis zum Datenschutz:
Im Rahmen Ihrer Bewerbung um eine Stelle an der Technischen Universität München (TUM) übermitteln Sie personenbezogene Daten. Beachten Sie bitte hierzu unsere Datenschutzhinweise gemäß Art. 13 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zur Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten im Rahmen Ihrer Bewerbung. Durch die Übermittlung Ihrer Bewerbung bestätigen Sie, dass Sie die Datenschutzhinweise der TUM zur Kenntnis genommen haben.

Kontakt: office.lsys@ls.tum.de

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Fast 52.000 Studierende waren im Wintersemester 2025/26 an der Technischen Universität München eingeschrieben. Rund 12.850 Menschen arbeiten für die Universität, und nur ein Teil von ihnen forscht und lehrt. Genauso gebraucht werden technische Fachkräfte an den Laboranlagen in Garching und Verwaltungsleute am Stammgelände in der Münchner Arcisstraße. Angefangen hat das Ganze 1868, als König Ludwig II. eine Polytechnische Schule gründete.

Die TUM ist eine staatliche Universität des Freistaats Bayern, rechtlich eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in München. Ihre Schwerpunkte liegen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften, in Informatik, Medizin, Life Sciences und Management. 177 Studiengänge stehen im Programm. 45 Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland, aus rund 140 Ländern, und auch knapp ein Viertel der rund 700 Professuren ist international besetzt. Wer hier arbeitet, hat Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt, das ist Alltag und keine Sonntagsrede.

Gearbeitet wird an mehreren Orten. Der größte Campus liegt in Garching nördlich von München, wo Physik, Chemie, Maschinenwesen und Informatik zusammenkommen. In Freising-Weihenstephan drehen sich Forschung und Lehre um Ernährung, Landnutzung und Biotechnologie, in Straubing um Bioökonomie, in Heilbronn um Management und Technik. Luft- und Raumfahrt sitzt in Ottobrunn-Taufkirchen. Dazu betreibt die Universität Forschungsstationen bis hinauf auf die Zugspitze und mit TUM Asia einen eigenen Standort in Singapur. Zur Medizin gehört das Klinikum rechts der Isar, das im Haushalt der Universität allerdings getrennt ausgewiesen wird.

Die finanzielle Basis ist breit: 2024 lag das Gesamtbudget bei 2,171 Milliarden Euro, davon 544 Millionen Euro Drittmittel. 19 Nobelpreise gingen seit 1927 an Forschende und Alumni der TUM. In der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern wurde sie 2006, 2012, 2019 und zuletzt 2026 ausgezeichnet, viermal in Folge.

Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das konkret: Stellen gibt es in Forschung und Lehre, im Wissenschaftsmanagement, in der Verwaltung und in der Technik. Junge Wissenschaftlerinnen können über den TUM Faculty Tenure Track auf eine Professur zusteuern. Und wer noch am Anfang steht, findet über 20 Ausbildungsberufe an der Universität. Die TUM ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert und hat die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Geleitet wird sie von Präsident Prof. Dr. Thomas F. Hofmann, der 2025 für weitere sechs Jahre wiedergewählt wurde.

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