Kurfürstenstraße 58
45138 Essen
Deutschland

Mehr als 1.300 Fachleute arbeiten bei secunet an Technik, die Behörden und Konzerne vor Cyberangriffen schützt. Die gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelte Produktfamilie SINA überträgt und verarbeitet Verschlusssachen bis zur Einstufung GEHEIM. An europäischen Grenzübergängen lesen secunet Systeme Pässe und biometrische Merkmale aus. 2025 lag der Konzernumsatz bei 458,8 Millionen Euro.
secunet sichert Digitalisierung dort ab, wo ein Datenleck nicht nur teuer, sondern gefährlich wäre. Für Bundesbehörden bedeutet das SINA: Endgeräte, Krypto-Gateways und inzwischen auch eine Cloud, die BSI-Zulassungen für Verschlusssachen bis GEHEIM trägt. Ein zweites großes Feld ist die Grenzkontrolle. Immer mehr europäische Staaten rüsten Flughäfen und Landgrenzen mit Technik aus Essen aus. Dazu kommt der Schutz kritischer Infrastruktur, vom Gesundheitswesen bis zur Industrie, sowie ein eigener Bereich für Verteidigung und Raumfahrt.
Zu den Kunden zählen Bundesministerien, ein Großteil der DAX-Konzerne und internationale Regierungsorganisationen. Viele dieser Beziehungen bestehen seit über zwanzig Jahren, was in einem Geschäft mit langen Zulassungsverfahren einiges über die Verlässlichkeit der Technik aussagt. Gegründet wurde das Unternehmen 1997, heute ist die Aktiengesellschaft mit Sitz in Essen im SDAX notiert; Hauptaktionärin ist die Münchner Giesecke+Devrient GmbH. Der Umsatz stieg 2025 um 13 Prozent auf 458,8 Millionen Euro, der Auftragsbestand um 36 Prozent auf 278,9 Millionen Euro. Das Unternehmen arbeitet schuldenfrei.
Gearbeitet wird an zwölf deutschen Standorten, neben der Zentrale in Essen unter anderem in Berlin, Dresden und München. Der größte Teil der Belegschaft entwickelt oder berät. In den Entwicklungsteams wird viel in C, C++ und Python gearbeitet, im Consulting geht es um Sicherheitsarchitekturen direkt beim Kunden. Daneben besetzt secunet Stellen im Produktmanagement, im Vertrieb und in der Verwaltung.
Wer neu anfängt, hat mehrere Wege ins Haus. In Essen bildet secunet Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker für Systemintegration sowie Kaufleute für Büromanagement aus. MINT-Absolventinnen und -Absolventen mit Master steigen über das Programm trainee@secunet ein, Studierende über Praktika, Werkstudentenstellen und betreute Abschlussarbeiten. Der Arbeitsalltag läuft mit Vertrauensarbeitszeit, Teilzeit ist in verschiedenen Modellen möglich, und bis zu vier Wochen im Jahr darf innerhalb der EU mobil gearbeitet werden. Weiterbildung läuft unter anderem über LinkedIn Learning, dazu kommen Bike-Leasing und eine Kooperation mit dem Urban Sports Club. Hunde sind in den Büros ausdrücklich willkommen. Für 2026 erwartet der Vorstand einen Umsatz zwischen 460 und 500 Millionen Euro.
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