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Auf Baustellen, bei Festivals und an Funkmasten kommt der Strom bis heute meist aus einem Dieselaggregat. Volta Energy will genau das ändern. Das Unternehmen mit Sitz in Duiven bei Arnheim vermietet mobile Energieanlagen, die Solarmodule, einen Batteriespeicher und einen Generator für Biokraftstoff zusammenbringen, sodass der Motor erst anspringt, wenn Sonne und Speicher nicht mehr reichen. Rund 500 dieser Anlagen sind aktuell in sechs europäischen Ländern im Einsatz.
Angefangen hat alles klein. Roel und Luc Bleumer bauten ihren ersten Solaranhänger noch während des Studiums in der Scheune ihrer Eltern in Westervoort, und die Stadt Arnheim gehörte zu den ersten Kunden, die das Gerät bei Festivals einsetzten. Gegründet wurde die Firma 2017. Heute arbeiten über sechzig Menschen für Volta Energy, verteilt auf drei Standorte in den Niederlanden und einen in Deutschland. Roel Bleumer, gelernter Maschinenbauer, führt das Unternehmen als Geschäftsführer; sein Bruder Luc kommt aus der Elektrotechnik. Eine aktuellere Beschäftigtenzahl als die vom Sommer 2025 veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Verkauft wird die Technik nicht. Kunden mieten eine Volta und zahlen einen festen Satz für die Energieversorgung vor Ort, Wartung und Fernüberwachung eingeschlossen. Vier Leistungsklassen decken alles zwischen 6 und 120 kVA ab, vom kleinen Anhänger für eine Baustellenunterkunft bis zur Anlage, die einen ganzen Infrastrukturbau versorgt. Nach Angaben des Unternehmens brauchen die Systeme 60 bis 90 Prozent weniger Diesel als ein herkömmliches Aggregat. Leiser sind sie ohnehin, was bei Nachtarbeit im Wohngebiet den Ausschlag geben kann.
Die Kundschaft ist entsprechend breit: Bauunternehmen und Netzbetreiber gehören dazu, Telekommunikationsfirmen sichern damit Funkstandorte, Veranstalter ihre Bühnen. Die beiden wichtigsten Märkte sind die Niederlande und Deutschland, zuletzt kamen Dänemark, Belgien und Polen hinzu. Ende Juni 2026 stellten Invest-NL und die ING gemeinsam 38 Millionen Euro Finanzierungsraum bereit; damit soll die Mietflotte binnen anderthalb Jahren auf 1.000 Einheiten wachsen. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das schlicht: Hier wird gerade aufgebaut, nicht verwaltet.
Die Arbeit selbst ist handfest. In der Werkstatt in Duiven montieren und warten Techniker die Anlagen, die Logistik bringt sie zum Einsatzort und wieder zurück, im Innendienst werden Einsätze geplant und Baufirmen am Telefon beraten. Dazu kommen die üblichen kaufmännischen Rollen. Das Unternehmen nennt auf seiner Karriereseite Raum für Weiterentwicklung, eine Pensionsregelung und viel Eigenverantwortung als das, was es bietet, und beschreibt sich als junges Team, das Ideen aus der Belegschaft ausdrücklich einsammelt. Neben dem Tagesgeschäft arbeitet Volta Energy mit der Werkstatt Iederzijn in Westervoort zusammen, in der Menschen mit Unterstützungsbedarf beschäftigt sind.
Dass die Region das Unternehmen wahrnimmt, zeigte sich im Juni 2025, als Volta Energy den Lifeport Parel Award der Wirtschaftsregion Arnheim-Nimwegen erhielt. Als nächster technischer Schritt steht die Entwicklung einer Methanol-Brennstoffzelle auf dem Plan.
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